Flora Fauna Header Kmmerer

Hier werden in loser Reihenfolge die Flora und Fauna der Gemarkung Bornheim vorgestellt. Wir möchten die Bornheimerinnen und Bornheimer für diese teilweise seltenen Tiere und Pflanzen sensibilisieren, um ihnen eine Zukunft zu ermöglichen. Naturschutz steht an erster Stelle, damit den derzeit noch vorkommenden Arten nicht das Verschwinden droht.

Beatrix Kammerer aus Dammheim hat sich auf die Suche nach unscheinbaren, unbeachteten oder seltenen Tieren und Pflanzen begeben und wird sie hier vorstellen.

15 Mai 2018

Hirschkäfer Weibchen

Hirschkäfer Weibchen

Der stark gefährdete Hirschkäfer gehört zur Familie der Schröter und ist der größte europäische Käfer. Das Hirschkäfer Weibchen kann schnell mit dem Balkenschröter verwechselt werden, denn optisch sehen sich Hirschkäfer Weibchen (ca. 30 bis 50 mm) und Balkenschröter (ca. 16 bis 32 mm) sehr ähnlich. Nach der Paarung legt das Weibchen etwa 20 Eier tief in den Boden. Dort, in den Wurzeln von Totholz wie Eichenstümpfen, entwickeln sich die Larven und benötigen dazu bis zu acht Jahre. Danach verpuppen sie sich etwa 20 cm tief im Boden. Dieses Hirschkäferweibchen habe ich am Hofgraben entdeckt.

08 Mai 2018

Federgeistchen

Federgeistchen

Die Federmotte oder auch Federgeistchen genannt, ist nacht- bzw. dämmerungsaktiv und gehört zur Familie der Schmetterlinge. Der Falter erreicht eine Flügelspannweite von 13 bis 30 mm, welche bei manchen Arten stark gefranst sind. In Ruhestellung sind die Flügel in T-Form vom Körper weggestreckt. Diese Aufnahme entstand in der Nähe des Teichs beim Floßbach-Großgraben.

08 Mai 2018

Landkärtchenfalter

Landkärtchenfalter

Das Landkärtchen, oder auch Landkärtchenfalter genannt, ist ein Tagfalter aus der Familie der  Edelfalter.  Der Name begründet sich auf die Zeichnung der Flügelunterseiten, die mit einem landkartenähnlichen Netz von Linien überzogen sind. Wer im eigenen Garten etwas für das Landkärtchen und andere Falter tun möchte, sollte ein paar Brennnesseln stehen lassen. Daran können sich Raupen und Puppen ungestört entwickeln. Das Landkärtchen wurde zum Schmetterling des Jahres 2007 gewählt. Fundort ist der Floßbach-Großgraben.

08 Mai 2018

Zaunrüben Marienkäfer

Zaunrüben Marienkäfer

Der Zaunrüben-Marienkäfer ist ein Käfer aus der Familie der Marienkäfer mit 12 schwarzen Punkten. Sie werden etwa 8 mm lang und sind meist orange gefärbt. In Mitteleuropa leben die Käfer vor allem auf Zaunrüben und ernähren sich von deren Blättern. Gefunden habe ich diesen Käfer in der nach Norden verlängerten Wiesenstraße.

08 Mai 2018

Parasitierte Raupe

Parasitierte Raupe

Diese, von einer Schlupfwespe parasitierte Raupe, fand ich an einem Blattrand sitzend an der südlichen Gemarkungsgrenze. Die Raupe lebte noch, als die Schlupfwespenlarven aus der Raupe schlüpften und sich neben dieser verpuppten. Dieselbe Raupe bewacht diese nun, indem sie aktiv mit heftigen Bewegungen Feinde abwehrt, bis sie selbst vor Hunger stirbt.

08 Mai 2018

Ohrwurm

Ohrwurm

Früher wurden die Ohrwürmer pulverisiert und gegen Ohrkrankheiten eingesetzt - daher rührt der Name dieser Insekten. Man kennt ihn auch unter den Bezeichnungen Ohrenkneifer, aber der Name trügt. Diese Tiere sind völlig harmlos und ungefährlich, denn die Zangen werden nur zur Jagt auf kleine Insekten und zur Verteidigung eingesetzt. Der Gemeine Ohrwurm ist ein Allesfresser und gilt als Nützling, da er z. B. auch Blattläuse frisst. Fundort ist die nördliche Gemarkungsgrenze neben der B272.

27 April 2018

Weintrauben

Weintrauben

Eine Aufnahme einer Weintraube aus einem der Weinstöcke des Weinlehrpfades am Ortsausgang von Bornheim Kirchstraße Richtung B 272. Dort sind 34 Rebsorten erfahrbar.

27 April 2018

Schildkäfer

Schildkäfer

Schildkäfer werden ca. 6–11 mm lang und man findet sie in trockenen, warmen Lebensräumen. Diese Blattkäfer und deren Larven sind Pflanzenfresser und ernähren sich hauptsächlich von Disteln. Die beiden grünlichgoldenen Käfer Cassida bergeali und Cassida vibex sind sich sehr ähnlich und lassen sich nur durch die Wahl ihrer Nahrungspflanzen unterscheiden. Cassida vibex findet man in der Regel an Ring- oder Kratzdistel, Cassida bergeali an der Wiesen-Flockenblume. Fundort war bei diesem Schildkäfer die „Eh-Da-Fläche“ an der nördlichen Gemarkungsgrenze von Bornheim.

27 April 2018

Bohrfliegenpaarung

Bohrfliegenpaarung

Bei dem hier abgebildeten Bohrfliegenpaar sollte es sich um Chaetorellia jaceae handeln, die man von Juni bis August an Wiesen, auf Ruderalflächen oder an Waldrändern antrifft. Die Weibchen sind mit einem Legebohrer ausgestattet, der für die Eiablage benötigt wird. Nach der Paarung stechen die Weibchen ihre Eier in die Knospen von Flockenblumen oder Kratzdistel. Die geschlüpften Larven entwickeln sich im Innern der Blütenköpfe, wo im Herbst die Verpuppung und Überwinterung stattfindet. Diese winzigen Fliegen erreichen eine Flügellänge von 3,4 bis 4,4 mm und fliegen von Juni bis August. Gefunden habe ich diese Bohrfliegen an der nördlichen Gemarkungsgrenze neben der B 272.

27 April 2018

Keulenschwebfliege

Keulenschwebfliege

Die Gemeine Keulenschwebfliege wird auch als kleine Mistbiene bezeichnet. Sie erreicht eine Länge von 7 bis 9 mm und hat einen sehr schlanken Körperbau. Auffallend sind die keulenartig verdickten Oberschenkel. Man trifft sie an Gewässern, Feuchtbiotopen, Wiesen sowie Feldern in Parks und Gärten, von April bis Oktober vorzugsweise an Doldenblüten an. Ihre Larven ernähren sich von faulendem und verrottendem organischem Material, beispielweise im Kompost oder Mist. Das Foto entstand in der Nähe der „Eh-Da-Fläche“ an der nördlichen Gemarkungsgrenze zwischen Dammheim und Bornheim.

27 April 2018

Stahlblauer Grillenjäger

Stahlblauer Grillenjäger

Dieser eindrucksvolle Stahlblaue Grillenjäger ist eine Langstielgrabwespe. Die Körperlänge dieser Grabwespe beträgt etwa 15 bis 20 mm. Ihr Nest legt sie in den verschiedensten oberirdischen Hohlräumen an, beispielsweise in Halmen vom Riesenschilf, Bienen-Nisthilfen, in Löchern morscher Stämme, hohlen Zweigen usw. Die Larvennahrung, die in die bis zu sechs hintereinander angelegten Brutzellen eingetragen wird, besteht aus den verschiedensten Schreckenarten und wird anschließend mit Grasbüscheln verschlossen, die oft noch aus den Röhren herausragen. Die erwachsenen Tiere ernähren sich hauptsächlich vom Pollen und Nektar der Goldruten und Mannstreu. Da diese Grabwespe sehr wärmebedürftig ist, findet man sie in Siedlungsbereichen, Streuobstwiesen, sonnigen Hängen und Waldrändern. Der Fundort war die südliche Gemarkungsgrenze, neben dem Industriegebiet Landau Ost.

27 April 2018

Mistbiene

Mistbiene

Die Mistbiene, auch Schlammbiene oder Scheinbienen Keilfleckschwebfliege genannt, ist eine größere, auffällige Schwebfliegenart. Sie erreicht eine Körperlänge von ungefähr 14 bis 18 mm. Man kann sie von März bis Oktober an Korb- und Doldenblüten beobachten. Sie ist hauptsächlich in ländlichen Gebieten anzutreffen, dort wo es auch für die in Jauchegruben oder im Schlamm von Tümpelrändern lebenden Larven Entwicklungsmöglichkeiten gibt. Die Larven filtern Bakterien und faulende Pflanzenteile aus dem Wasser und tragen damit auch zur Klärung von Abwässern bei. Ich fand sie in der Nähe des Weihers beim Floßbach-Großgraben.

13 April 2018

Rotsaum Blattkäfer

Rotsaum Blattkäfer

Der 6 bis 9 mm groß werdende Rotsaum-Blattkäfer wird auch Blutiger Blattkäfer genannt. In sandigen Gebieten mit größeren Vorkommen von Leinkräutern findet man den kleinen Blattkäfer noch zahlreicher. Ansonsten ist er in Mitteleuropa seltener geworden. Diesen Käfer fotografierte ich in der Nähe der Gruppenwasserwerke-Bornheim, in einem Brennnesselbestand am Ackerrand.

13 April 2018

Wildbiene an Salweide

Wildbiene an Salweide

Bei dieser Wildbiene handelt es sich vermutlich um eine Frühlings-Seidenbiene, die ca. 13 bis 15 mm lang wird. Pollen und Nektar sammelt sie ausschließlich von den verschiedensten Weidenarten. Ihr Lebensraum sind Sand- und Kiesgruben, Flussauen, Dünen und Hochwasserdämme. Die waagerecht ausgerichtete Bruthöhle wird gerne in lockerem Sandboden angelegt. Dort überwintert die Biene auch, als bereits fertig entwickeltes Insekt. Ich fand diese Biene an einer Salweide am Wegesrand zwischen Floßbach-Großgraben und Freizeitcenter Bornheim.

13 April 2018

Behaartes Schaumkraut

Behaartes Schaumkraut

Das Behaarte Schaumkraut wird auch als Ruderal-Schaumkraut, Gartenschaumkraut, Viermänniges Schaumkraut oder Vielstängel-Schaumkraut bezeichnet und gehört zur Familie der Kreuzblütler. Es ist allgemein als lästiges Unkraut im Garten bekannt, da die Pflanze ihre Samen bis zu 1,4 m weit ausgestreut. Dadurch vermehrt es sich rasant. Das Schaumkraut hat aber auch seinen Nutzen; Einerseits ist es sicherlich frühe und willkommene Futterquelle für Insekten und andererseits können die frischen Blätter, Blüten und Knospen des Krauts dem Salat als Vitamin-C reiches Gewürz mit leicht scharf-bitterem, kresseähnlichem Geschmack beigegeben werden. Fundorte gibt es überall – auf Äckern, Wiesen, Wegesrändern, Gärten und Weinbergen.


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