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Hier werden in loser Reihenfolge die Flora und Fauna der Gemarkung Bornheim vorgestellt. Wir möchten die Bornheimerinnen und Bornheimer für diese teilweise seltenen Tiere und Pflanzen sensibilisieren, um ihnen eine Zukunft zu ermöglichen. Naturschutz steht an erster Stelle, damit den derzeit noch vorkommenden Arten nicht das Verschwinden droht.

Beatrix Kammerer aus Dammheim hat sich auf die Suche nach unscheinbaren, unbeachteten oder seltenen Tieren und Pflanzen begeben und wird sie hier vorstellen.

22 Mai 2018

Wiesensalbei

Wiesensalbei

Die blau-violetten Blüten des Wiesensalbeis sind eine Augenweide, aus der Familie der Lippenblütler. Die viele Jahre alt werdende Staudenpflanze wird bis zu 60cm hoch und blüht von etwa Mai bis August. Sie ist ein wahrer Insektenmagnet und wird gerne von Hummeln und Bienen angeflogen. Man findet sie an trockenen und sonnigen Stellen wie z. B. in Wiesen und an Wegrändern. Außerdem ist sie heilkräftig, wenn auch nicht mit so intensiver Wirkung wie die des Gartensalbeis. Fundort ist das nordwestliche Ende der Hauptstraße in der “Eh-Da-Fläche“.

22 Mai 2018

Grünes Perlenauge

Grünes Perlenauge

Das Grüne Perlenauge findet man von Mai bis August in Wiesen, an Waldrändern und in Hecken. Es gehört zu den Netzflüglern und wird ungefähr 10 mm lang. Diese Florfliegenart ernährt sich räuberisch von Blattläusen sowie auch deren Larven. Man findet sie überall dort, wo sich auch Blattläuse breitmachen – in Wiesen, Feldern, Heckensäumen und Gärten. Fundort ist der Weg hinter der „Hornbach-Villa“.

22 Mai 2018

Graszünsler

Graszünsler

Diesen hellen Graszünsler findet man zwischen Juli und August in Wiesen, auf Weiden oder Ruderalflächen. Diese Motte wird etwa 21 - 28 mm groß und gehört zu den Schmetterlingen bzw. Nachtfaltern. Ich fand ihn neben der B272 auf einem Grashalm sitzend.

22 Mai 2018

Grünrüssler

Grünrüssler

Die etwa 3,5 bis 6 mm lang werdenden Grünrüssler gehören zu den Rüsselkäfern. Die silbrig bis grüngoldenen Blattnager sind tagaktive Tiere, man findet sie meist auf Blättern von Laubbäumen, von denen sie sich ernähren. Ihre Larven leben in und von den Stängeln verschiedener Wildpflanzen und schlüpfen erst im nächsten Frühjahr. Fundort ist der parallel verlaufende Wirtschaftsweg neben der B 272.

22 Mai 2018

Herr und Frau Gans

Herr und Frau Gans

Dieses Gänsepaar fand ich neben dem Teich am Floßbach-Großgraben. Die Kanadagans ist ein Vogel aus der Familie der Entenvögel, kommt ursprünglich aus Nordamerika und ist seit etwa 1970 in Deutschland aufzufinden. Diese Wasservögel benötigen Gewässer von min. 1m Tiefe und an das Gewässer angrenzendes Weidegebiet. Ihre Nester legen sie auf festem Grund an, von wo aus sie das Gebiet gut beobachten können.

15 Mai 2018

Pfeilkresse

Pfeilkresse

Dieser invasive Neophyt wird auch Türkische Kresse genannt und gehört zu den Kreuzblütlern. Sie wächst als ausdauernde, bis zu 30 cm hoch werdende Pflanze und ist ein Wurzelkriechpionier mit langen Pfahlwurzeln. In der Natur sieht man sie als weißen Blütenteppich, der sich hier offenbar wohlfühlt und immer weiter ausbreitet. Unter günstigen Bedingungen können die Bestände pro Jahr einen Zuwachs von über drei Quadratmetern erreichen. Die Samen der Pfeilkresse schmecken wegen der Senföle scharf und wurden früher anstelle des Pfeffers als Würze verwendet. Ich persönlich mag diese Pflanze nicht - in meinem Garten überwuchert sie die einheimischen Wildpflanzen und ich werde sie nicht mehr los. Fotografiert wurde am Hofgraben, man findet sie aber überall.

15 Mai 2018

Weichkäferpaarung

Weichkäferpaarung

Hier paart sich der etwa 11 bis 15 mm groß werdende Gemeine Weichkäfer, den man ab dem Frühjahr in Wiesen, Gebüschen und an Waldrändern beobachten kann. Die Käfer jagen nach kleinen Insekten, gelegentlich fressen sie auch an jungen Pflanzentrieben. Die schwarz behaarten Larven machen am Boden Jagd auf kleine Insekten, Würmer und Schnecken. Gesehen habe ich diese Käfer fast überall - die Aufnahme entstand am Hofgraben.

15 Mai 2018

Liguster Blattwespe

Liguster Blattwespe

Die etwa 8-13mm groß werdende Liguster-Blattwespe findet man von April bis Juni in Gebüschen, Gärten, an Waldrändern und Böschungen. Sie profitiert von den Böschungsbepflanzungen mit Liguster, an dessen Blättern ihre Larven fressen. Die Blattwespe selbst ernährt sich hauptsächlich von Pollen und Nektar. Fundort ist die nördliche Gemarkungsgrenze an der B 272.

15 Mai 2018

Hundsrose

Hundsrose

Diese bis 3 Meter hoch werdende Wildrose ist von Mai bis Juni mit unzähligen, duftenden, rosafarbenen Blüten umhüllt und bildet im Herbst den wunderschönen Fruchtschmuck mit Hagebutten. Unzählige Insekten profitieren von dieser Heckenrose. Man findet Rosengallen, die durch den Einstich und die Eiablage der Rosengallwespe entstehen, diverse Käfer wie z. B. den grüngold glänzenden Rosenkäfer, Bienen, Schwebfliegen, Hummeln und viele andere Bestäuber. Nicht zuletzt profitieren auch viele Vögel von den Hagebutten. Fundort ist der Hofgraben.

15 Mai 2018

Hirschkäfer Weibchen

Hirschkäfer Weibchen

Der stark gefährdete Hirschkäfer gehört zur Familie der Schröter und ist der größte europäische Käfer. Das Hirschkäfer Weibchen kann schnell mit dem Balkenschröter verwechselt werden, denn optisch sehen sich Hirschkäfer Weibchen (ca. 30 bis 50 mm) und Balkenschröter (ca. 16 bis 32 mm) sehr ähnlich. Nach der Paarung legt das Weibchen etwa 20 Eier tief in den Boden. Dort, in den Wurzeln von Totholz wie Eichenstümpfen, entwickeln sich die Larven und benötigen dazu bis zu acht Jahre. Danach verpuppen sie sich etwa 20 cm tief im Boden. Dieses Hirschkäferweibchen habe ich am Hofgraben entdeckt.

08 Mai 2018

Federgeistchen

Federgeistchen

Die Federmotte oder auch Federgeistchen genannt, ist nacht- bzw. dämmerungsaktiv und gehört zur Familie der Schmetterlinge. Der Falter erreicht eine Flügelspannweite von 13 bis 30 mm, welche bei manchen Arten stark gefranst sind. In Ruhestellung sind die Flügel in T-Form vom Körper weggestreckt. Diese Aufnahme entstand in der Nähe des Teichs beim Floßbach-Großgraben.

08 Mai 2018

Landkärtchenfalter

Landkärtchenfalter

Das Landkärtchen, oder auch Landkärtchenfalter genannt, ist ein Tagfalter aus der Familie der  Edelfalter.  Der Name begründet sich auf die Zeichnung der Flügelunterseiten, die mit einem landkartenähnlichen Netz von Linien überzogen sind. Wer im eigenen Garten etwas für das Landkärtchen und andere Falter tun möchte, sollte ein paar Brennnesseln stehen lassen. Daran können sich Raupen und Puppen ungestört entwickeln. Das Landkärtchen wurde zum Schmetterling des Jahres 2007 gewählt. Fundort ist der Floßbach-Großgraben.

08 Mai 2018

Zaunrüben Marienkäfer

Zaunrüben Marienkäfer

Der Zaunrüben-Marienkäfer ist ein Käfer aus der Familie der Marienkäfer mit 12 schwarzen Punkten. Sie werden etwa 8 mm lang und sind meist orange gefärbt. In Mitteleuropa leben die Käfer vor allem auf Zaunrüben und ernähren sich von deren Blättern. Gefunden habe ich diesen Käfer in der nach Norden verlängerten Wiesenstraße.

08 Mai 2018

Parasitierte Raupe

Parasitierte Raupe

Diese, von einer Schlupfwespe parasitierte Raupe, fand ich an einem Blattrand sitzend an der südlichen Gemarkungsgrenze. Die Raupe lebte noch, als die Schlupfwespenlarven aus der Raupe schlüpften und sich neben dieser verpuppten. Dieselbe Raupe bewacht diese nun, indem sie aktiv mit heftigen Bewegungen Feinde abwehrt, bis sie selbst vor Hunger stirbt.

08 Mai 2018

Ohrwurm

Ohrwurm

Früher wurden die Ohrwürmer pulverisiert und gegen Ohrkrankheiten eingesetzt - daher rührt der Name dieser Insekten. Man kennt ihn auch unter den Bezeichnungen Ohrenkneifer, aber der Name trügt. Diese Tiere sind völlig harmlos und ungefährlich, denn die Zangen werden nur zur Jagt auf kleine Insekten und zur Verteidigung eingesetzt. Der Gemeine Ohrwurm ist ein Allesfresser und gilt als Nützling, da er z. B. auch Blattläuse frisst. Fundort ist die nördliche Gemarkungsgrenze neben der B272.

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