10Mai

Vogelschutzverein Bornheim e.V.

Vogelstimmenwanderung webVogelstimmenwanderung 2019 mit Waltraud Kessler vom Naturschutzbund NABU

Die Dokumentation der Ergebnisse der Vogelstimmenwanderung des Vogelschutzvereins – ein Hinweis auf die Entwicklung des Arteninventars in Bornheim über die Jahre

Seit 2008 werden die Vogelarten, die bei der jährlichen Vogelstimmenwanderung gesehen bzw. gehört werden, gelistet. Jetzt, nach 10 Jahren, kann man für Bornheim feststellen, dass die „Allerweltsvögel“ wie die Sperlinge, die Meisen, die Rotschwänze, die Grasmücken etc. in zwar geringerer Anzahl, aber als Art in der Gemarkung derzeit noch erhalten sind. Dies gilt jedoch nicht für alle Vogelarten.

"Der Frühling sei stumm geworden. Früher habe jedes Kind Kiebitz, Feldlerche oder Rebhuhn gekannt. Heute sehe man diese Arten kaum noch auf den Feldern. Ihnen fehlten die Insekten, und den Insekten wiederum das Blütenangebot.“  So sieht es Umweltministerin Svenja Schulze.
Diese Feststellung gilt leider auch für Bornheim. Der früher häufige Kiebitz ist aus der Gemarkung schon seit Jahren verschwunden. Das Rebhuhn wird lange schon nicht mehr gesichtet. Und die Lerche sieht und hört man nur noch ausnahmsweise. Die Zahl der Mauersegler am Rathaus und der katholischen Kirche ist deutlich weniger geworden und die Rauch- und Mehlschwalben stehen in Bornheim kurz vor dem Aus. Wer genau hinschaut, sieht wie sich vieles in der Natur auch bei uns verändert. Hier gilt es gegenzuhalten durch ein verändertes Verständnis von Grünpflege, die Schaffung naturnaher Gärten und das in Ruhe lassen wirtschaftlich nicht genutzter Flächen. Denn nur dann kann Natur überleben.
Die jährliche Vogelstimmenwanderung des Vogelschutzvereins sensibilisiert für die Bedürfnisse der Natur. Sie informiert und bietet Handlungsanleitungen. Insoweit wäre es schön, wenn auch im nächsten Jahr wieder eine rege Teilnahme gegeben wäre.

Posted in Neues aus Bornheim