02August

Greifvogelbruten in Bornheim in 2019

Greifvogel Schleiereule web                          Junge Schleiereule bei Ludwig Bentz in der Dammheimer Straße

In einer Zeit, in der der Artenrückgang und das Artensterben zu einem immer größeren Problem wird, ist die Bereitstellung von Brutraum, aber auch das jährliche Artenmonitoring immer wichtiger. 

Insoweit ein herzliches Dankeschön für die Aufhängung von Eulenkästen an Kurt Müller und Gerhard Bach, Kirchstraße, an Ludwig Bentz, Dammheimer Straße, Bruno Kneifeld, Hauptstraße sowie die Aktion PfalzStorch mit der Storchenscheune, aber auch für die jährliche Erfassung des Bruterfolgs in diesen Kästen durch Willi und Achim Riehling aus der Wiesenstraße.
Ergebnis 2019: Von den fünf Nistkästen waren der bei Kurt Müller und der in der Storchenscheune ohne Brut. In 2018 gab es bei Kurt Müller eine Schleiereulenbrut mit sechs Jungen, die Storchenscheune war auch schon 2018 nicht belegt.
Die einzige Schleiereulenbrut in 2019 gab es bei Ludwig Bentz  mit sechs Jungen, in 2018 waren es sieben Junge. Bei Bruno Kneifeld und Gerhard Bach gab es 2019 je eine Turmfalkenbrut mit fünf bzw. drei Jungen, in 2018 sechs bzw. fünf junge Turmfalken.

Insgesamt waren es in 2019 sechs Schleiereulenjunge in einem, in 2018 13 Schleiereulenjunge in zwei Nestern. Bei den Turmfalken waren es 2019 acht Turmfalkenjunge in zwei Nestern, in 2018 elf Turmfalkenjunge in zwei Nestern.
Im Ergebnis heißt das: Schleiereulen und Turmfalken halten in Bornheim bisher ihren Bestand. Anders sieht es bei den Dohlen und dem Steinkauz aus. Die letzte dokumentierte Dohlenbrut gab es 2016 in der Storchenscheune. Der Steinkauz wird seit mehreren Jahren in der Bornheimer Gemarkung nicht mehr festgestellt.

Greifvogel Waldrohreule web

Waldohreule in der Blutbuche im Anwesen Westerhorstmann, Straße Im Krautgarten (Foto: Peter Buchheit)

Früher wurden immer mehrere Bruten von Waldohreulen gemeldet. Die letzten drei Jahre wurde in Bornheim keine Brut festgestellt. Insoweit herzlichen Dank an Peter Buchheit für die Fotodokumentation, die belegt, dass es 2019 die Waldohreule in Bornheim immer noch gibt. Für das Überleben der Waldohreule sind alte Bäume, vor allem Nadelbäume mit Krähen- oder Elsternestern wichtig. Denn sie bauen kein eigenes Nest, sondern benutzen verlassene Elstern- bzw. Krähennester zur Brut und Jungenaufzucht. Insoweit ist der Erhalt alter Bäume in der Ortslage ein wichtiger Baustein zum Erhalt der Artenvielfalt.
Für die Meldung von Greifvogel- (Schleiereulen, Waldohreulen, Turmfalken, Bussard, Habicht etc.) und Dohlenestern an Edmund Richter oder Willi Riehling ist der Vogelschutzverein dankbar.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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