05April

Gemeinde setzt keine Herbizide ein

„Gefahr aus der Gartenspritze“ war das Thema eines NDR-Beitrags im ARD-Fernsehen am 02. April 2014. Der Wirkstoff Glyphosat wird in verschiedenen Unkrautvernichtungsmitteln verwendet. Es ist das weltweit und in Europa meistbenutzte Herbizid. Es wird in privaten Gärten eingesetzt, die Bahn setzt es auf ihren Gleisen ein, man hält damit Grünflächen unkrautfrei, im Weinbau wird der Bereich unter und zwischen den Rebstöcken damit gespritzt, in der Landwirtschaft wird es als billiges Spritzmittel eingesetzt, das die Felder von Unkraut und zur anstehenden Aussaat von konkurrierenden Pflanzen befreit. Im Grundsatz haben wir hier eine fast flächendeckende Anwendung.
Nach der Zeitschrift Ökotest waren in Weizenprodukten in dreiviertel aller Fälle Rückstände des Pflanzenschutzmittels Glyphosat zu finden. Sogar in Brötchen und Brot ließ es sich nachweisen. Im Rahmen einer vom BUND beauftragten Studie wurde beim Menschen in 70% der Urinproben Glyphosat nachgewiesen. Der Bundesrat fordert jetzt im Hinblick auf Gefährdungsvermeidung von Mensch und Umwelt ein Verbot der Anwendung im Haus- und Kleingartenbereich.
Für unseren Bauhof besteht ein striktes Einsatzverbot von Herbiziden. Meine Bitte an die Bürgerinnen und Bürger ist, entsprechend dem Bundesratsanliegen auch in den privaten Gärten sowie im Hausbereich im Interesse einer gesunden Umwelt auf Herbizide zu verzichten, auch wenn es aktuell noch kein Verbot gibt.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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