14April

„Die österliche Botschaft ins Dorf vermitteln“ oder:

Die figürliche Darstellung der Passion Jesu an der Protestantischen Kirche

Passion web

Die Darstellung des „Einzugs Jesu in Jerusalem“ vor der Protestantischen Kirche anlässlich des Palmsonntags von Ulla Kaub aus der Gartenstraße

Manches, was unseren Altvorderen im Leben zentral war, das gerät in unserer heutigen hektischen Zeit ins Vergessen. Dass die Passionszeit von Aschermittwoch bis Ostern reicht und die ca. siebenwöchige Fastenzeit als Zeit der Besinnung gelebt wurde, das gilt es wieder ins Bewusstsein zu bringen. Hierzu hat Ulla Kaub außen am Eingang zur Protestantischen Kirche jeweils zum entsprechenden kirchlichen Feiertag vier biblische Szenen entworfen, um mit selbst gefertigten Figuren die Passion, das ist die Leidensgeschichte Jesu, wie sie in den Evangelien beschrieben ist, darzustellen.
Für den Palmsonntag ist es der „Einzug Jesu in Jerusalem“, wo das Volk Palmenzweige auf den Weg streute und Jesus mit Hosiannah-Rufen huldigte.
An Gründonnerstag wird die Szene die Einrichtung des Abendmahls darstellen, wo Jesus mit seinen zwölf Jüngern zu Tisch saß, bevor man zum Ölberg ging. An Karfreitag ist es der Kreuzweg mit Kreuzigung und an Ostersonntag die Auferstehung Jesu, die Ulla Kaub durch die Präsentation außerhalb der Kirche nicht nur den Kirchenbesuchern, sondern auch den Nicht-Kirchgängern nahe bringt. Sie zeigt, dass Ostern nicht nur „Osterhase, Geschenke und Frühlingszeit“ bedeutet, sondern einen wichtigen Lebensbezug hat, den wir uns wieder bewusst machen sollten. Danke an Ulla Kaub und die Protestantische Kirchengemeinde. Sie helfen uns zu erkennen wo wir herkommen und dass Besinnung auf das Wesentliche immer wieder von neuem angesagt ist.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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