06Mai

Das Heizen – ein Kostenfaktor für die Gemeinde

Die Energierechnung ist heutzutage ein relevanter Anteil am Ausgabenbudget nicht nur der Haushalte, sondern über den Verbrauch in den gemeindlichen Liegenschaften auch für die Gemeinde. Insgesamt wurden in 2013 in den gemeindlichen Gebäuden einschließlich Feuerwehrhaus, das in der Trägerschaft der Verbandsgemeinde ist, 228.747 kWh Erdgas verbraucht (233.128 kWh in 2012). Die Gasrechnung lag bei 15.205,43 €.
Der Gasverbrauch stellt sich wie folgt dar:

Rathaus   70.961 kWh   4.632 €
Dorfgemeinschaftshaus   60.478 kWh   3.990 €
Feuerwehrhaus (VG)  32.466 kWh     2.161 €
Storchenzentrum  28.650 kWh   1.939 €
Bauhof   23.391 kWh  1.573 €
Wachthäusl12.801 kWh     911 €

Weiterhin zahlt die Gemeinde über die ungedeckten Sachkosten die Ölrechnung für den Kindergarten (ca. 6.000 Liter Heizöl/Jahr bzw. ca. 5.000 €) sowie die auf die Schulkindbetreuung entfallende Gasrechnung für das Pfarrhaus (ca. 40.000 kWh bzw. ca. 3.000 €/Jahr). Die Friedhofshalle wird mit Strom beheizt.
Erste Maßnahmen gegen die Energieverschwendung wurden seitens des Gemeinderates schon gezogen. So wurde das Dorfgemeinschaftshaus im Rahmen der Sanierung mit 16 cm Wanddämmung versehen, energieeffiziente Fenster sowie eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung eingebaut. Der Kindergartenanbau wurde im Passivhausstandard gebaut – das heißt besonders starke Dämmung - . In Verbindung mit einer jährlich ca. 8.000 kWh Solarstrom produzierenden Photovoltaikanlage erzeugt der Anbau mehr Energie als in ihm verbraucht wird (= Energiegewinngebäude). Weiterhin wurde die alte Ölheizung im Bestandskindergarten sowie die alte Gasheizung im Pfarrhaus Anfang 2014 durch eine effiziente Gasbrennwerttechnik ersetzt. Im Rathaus wurde ein Gasbrennwertgerät eingebaut und bei der Heizung ein hydraulischer Abgleich durchgeführt. Die Friedhofshalle wurde auf der Westseite mit einer 6 kWp Photovoltaikanlage bestückt. Solarstrom dürfte damit künftig einen wesentlichen Teil des Heizstrombedarfes sehr kostengünstig abdecken.
Diesen ersten Schritten müssen weitere folgen. Um zu erfahren, was man weiteres gegen die Energieverschwendung tun kann, dafür hat der Gemeinderat einstimmig die Erstellung eines jährlichen Energie- und Klimaschutzberichtes für die gemeindlichen Liegenschaften durch die Verwaltung beauftragt. In diesem Bericht sollen jährlich die Strom-, Wärme- und Wasserverbräuche sowie die Abwassermengen der Liegenschaften sowie deren Kosten und ihre Entwicklung im Vergleich zu den Vorjahren sowie die Kraftstoffverbräuche des Bauhofes dargestellt werden. Dieser Energiebericht wird die Grundlage sein, die Energie- und Wasserrechnungen der Gemeinde systematisch zurückzuführen. Denn unnötig verplemperte Energie kostet Geld, das bei Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit oder der Vereinsförderung besser angelegt wäre.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

Posted in Neues aus Bornheim