13Mai

„Da geh ich öfters hin“ Große Resonanz auf die Initiative „Bornheim trifft sich“

Bornheim trifft sich web

Pfarrer Richard Hackländer am 10. Mai bei der Eröffnung der Initiative „Bornheim trifft sich“ in Inge´s Café am Saubrunnen

„Da geh ich öfters hin.“ Das war das Fazit einer Teilnehmerin anlässlich der Eröffnung der Initiative „Bornheim trifft sich – Man isst gemeinsam“ am 10. Mai in Inge´s Café am Saubrunnen. Mein Eindruck nach vielen Gesprächen war: Das ist die Sichtweise aller Teilnehmer. Denn es war eine sehr gute Stimmung. Es wurde sehr viel miteinander gesprochen und nebenbei gab es ein hervorragendes Essen, so wie man es von Inge Benz gewohnt ist.

Die Gemeinde ist deshalb stolz, den Diakonieverein sowie die unterstützenden Kirchengemeinden und Vereine zu haben als da sind die katholische und protestantische Kirchengemeinde, der Seniorenclub, der Sozialverband VdK, aber auch der Sportverein mit dem Seniorinnen- und Seniorenturnen. Denn diese haben das Konzept „Bornheim trifft sich“ miterarbeitet. Der Diakonieverein organisiert das gemeinsame Mittagessen. Die Unterstützer bewerben das Mitmachen und bringen sich im Einzelfall mit speziellen Aktivitäten ein. In Verbindung damit, dass die mitmachenden Gastronomiebetriebe wie Inge´s Café, das Freizeitcenter und der Lehrer Lämpel eine überzeugende Küche bieten, ist das Angebot des gemeinsamen, gemeindeseitig begünstigten Mittagessens mit Sicherheit etwas, das die Bornheimer Seniorinnen und Senioren ab 65 sowie die Bürgerinnen und Bürger mit Handicap gerne annehmen werden.
Heute sind 317, das sind 20% der Bornheimer, 65 Jahre und älter. In zehn Jahren sind es ca. 30%. Das heißt: Das Potenzial für eine große Teilnehmerzahl an „Bornheim trifft sich“ ist vorhanden. Die Aufgabe ist, dieses Potenzial zu aktivieren.
In der Eröffnungsrede von Pfarrer Richard Hackländer sowie den Grußworten von Alexander Schweitzer, Sozialminister a.D. und Fraktionsvorsitzender der SPD im Landtag sowie Brigitte Novak-Josten, 1. Beigeordnete der Verbandsgemeinde Offenbach-Queich wurde übereinstimmend die Notwendigkeit eines solchen Angebotes betont. Eine gute Dorfgemeinschaft und gemeinsames Beisammensein wurde von allen Rednern als Basis für Lebensqualität und als Gesundheitsfaktor bewertet.
Es war mir eine besondere Freude, dass Helena Anthon bei der Eröffnung mit dabei war. Sie hat 1995 den ersten Seniorentreff in Bornheim organisiert und über 21 Jahre geführt. Sie hat über diese Zeit ehrenamtlich „aus Tonnen von Mehl Helenekuchen gebacken, Tonnen von Kartoffeln zu Kartoffelsalat verarbeitet“. Der Begriff „Helenekuchen“ und „Helenes Kartoffelsalat“ sind so über die Jahre zu einem geflügelten Wort in Bornheim geworden.
Das heißt: Den Seniorentreff gibt es in Bornheim dank Helena Anthon und seit 2016 dank Edmund Richter ununterbrochen seit 24 Jahren.
Das gemeinsame vergünstigte Mittagessen ist im Grundsatz die Fortführung dieser Arbeit. Es ist nur ein anderes Format. Denn Ehrenamtler, die sich wie Helena Anthon oder Edmund Richter umfassend zeitlich binden können und wollen, das ist heute die Ausnahme. Insoweit ist die Nutzung unserer Gastronomiebetriebe und die Zusammenarbeit der Ehrenamtler mit diesen heute die passende Lösung, ohne großen organisatorischen Aufwand gemeinsame Mittagessen zum sich Treffen und Austauschen zu ermöglichen.
Mein Dank gilt dem Gemeinderat und dem Sozialausschuss. Sie haben politisch den Weg für diese Initiative freigemacht. Mit ihrer Anwesenheit haben der Ortsvorsitzende der CDU Lukas Wingerter, der Fraktionsvorsitzende der SPD Wolfgang George und der Ortsvorsitzende der SPD Otmar Dietz die Wichtigkeit der Senioren- und Sozialarbeit für ihre Gruppierungen zum Ausdruck gebracht.
Dass sich der Gemeinderat mit den Themen „Bornheim trifft sich – man isst gemeinsam“ sowie dem Thema „Schaffung eines Senioren- und Gesundheitszentrums in der Dorfmitte“ befasst hat und dies zu einstimmigen Entscheidungen des Rates geführt hat, das ist den Anträgen der SPD-Fraktion an den Gemeinderat zu verdanken. Hierfür einen besonderen Dank. 
Für mich persönlich ist mit dem Angebot von „Bornheim trifft sich“ dank des Diakonievereins und der die Initiative unterstützenden Akteure ein langjähriger Herzenswunsch in Erfüllung gegangen. Hierfür allen, die dazu beigetragen haben, von mir noch ein persönliches Dankeschön. Jetzt heißt es nur noch: „Für Dienstag und Freitag Freunde mobilisieren, Schuhe schnüren und nichts wie hin zu „Bornheim trifft sich“.
Ansprechpartner für „Bornheim trifft sich“ ist Hedy Zimmer vom Diakonieverein. Sie managt und organisiert und sorgt dafür, dass alles klappt. Danke.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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