29August

Neueröffnung der Miller & Monroe-Filiale im Bornheimer Einkaufszentrum

Seitens der Gemeinde freuen wir uns zusammen mit den Mitarbeiterinnen, die alle vom neuen Unternehmen übernommen wurden, dass es nach der Übernahme der Charles Vögele Deutschland GmbH durch die Victory and Dreams Holding / Vidrea Retail B.V. weitergeht und damit der Filialstandort im Bornheimer Einkaufszentrum erhalten bleibt, und zwar mit dem neuen Konzept „Miller & Monroe“. Insoweit war es mir eine Ehre, gemeinsam mit der Filialleiterin Ellen Mühlhan, der stellvertretenden Filialleiterin Birgit Krämer und den anderen Mitarbeiterinnen das blaue Band zur Neueröffnung durchschneiden zu dürfen und so für das neue Konzept den Startschuss zu geben.
Der neu gestaltete Laden ist lichtdurchflutet und bietet den Kunden viel Bewegungsraum. Er ist ein Ort geworden, der durch Gestaltung und Farbgebung frisch und jugendlich wirkt und die Kunden auf Grund des attraktiven Angebots zum Verweilen und Einkaufen einlädt.
Die von „Miller & Monroe“ angebotene Damen- und Herrenmode sowie die Home- und Lifestyle-Artikel sind eine hervorragende Ergänzung zu den anderen Produktbereichen des Bornheimer Einkaufszentrums. Ein breites Angebot ist wichtig für die Attraktivität unseres Einkaufszentrums. Wäre der Bereich Kleidung nämlich weggefallen, würde hier wesentliches im Angebot fehlen.
Die Gemeinde ist stolz, Miller & Monroe als Anbieter von Damen- und Herrenmode sowie von Home- und Lifestyleartikeln im Bornheimer Einkaufszentrum dabei zu haben. Ich wünsche Miller & Monroe gute Umsätze und viele zufriedene Kunden. Miller Monroe web

Filialleiterin Ellen Mühlhan zusammen mit den acht Mitarbeiterinnen und Ortsbürgermeister Dr. Karl Keilen beim Durchschneiden des „blauen“ Bandes anlässlich der Neueröffnung der Miller & Monroe Filiale im Einkaufszentrum Bornheim
Noch eine Anmerkung zu unserem Einkaufszentrum und Gewerbegebiet:
Das Bornheimer Gewerbegebiet dient nicht nur der Versorgung der Bürgerinnen und Bürger. Es bietet mit über 2.000 auch sehr viele Arbeitsplätze und schafft damit Einkommen für viele. Und: Es bringt nicht wenig Gewerbesteuer und trägt damit ganz wesentlich zur Prosperität Bornheims, der Verbandsgemeinde und dem Landkreis bei.
Von daher sehe ich es für mich in der Funktion des Ortsbürgermeisters als große Verpflichtung an, alles zu tun, dass das Bornheimer Gewerbegebiet den hiesigen Firmen gute Rahmenbedingungen und eine zukunftsfähige Entwicklung ermöglicht. Insoweit stehe ich allen Firmen und damit auch Miller & Monroe jederzeit zur Verfügung, wenn die Gemeinde gefragt ist, Rahmenbedingungen zu schaffen, die für die Zukunftsfähigkeit von Firmenentwicklungen notwendig sind.
Welche Relevanz Gemeinderatsentscheidungen haben können und wie wichtig es ist, im Gemeinderat nicht kleinkariert zu denken, sondern im Einzelfall als Gemeinde in Vorleistung zu treten, das zeigt die 1953 getroffene Entscheidung des früheren Gemeinderates unter Bürgermeister Ernst Acuntius (Bürgermeister von 1950-1960). Damals hat die Gemeinde einem Kleinunternehmen eine Ansiedlungsmöglichkeit geschaffen, weil es einer Nachbarkommune zu unbedeutend war. Ausweislich des damaligen Gemeinderatsprotokolls hat man dem Unternehmen seitens der Landwirte das Gelände sogar unter Verkehrswert verkauft mit dem Versprechen des Unternehmens, wenn Bornheimer Kinder Arbeit suchen, diese bei vergleichbarer Qualifikation zu bevorzugen. Denn den Bornheimern war ausweislich des Ratsprotokolls klar, dass die bis dahin Bornheim prägende Landwirtschaft den Kindern kein Auskommen mehr ermöglichen würde.
Aus diesem Kleinunternehmen ist heute ein Unternehmen von europäischem Rang geworden mit einem Umsatz von knapp 4 Mrd. € und über 18.000 Mitarbeitern. Wenn aus einem früher armen heute ein prosperierendes Bornheim geworden ist, dann ist es ganz wesentlich auf diese damalige Entscheidung des Gemeinderates zurückzuführen. Was heute wäre, wenn damals Bedenkenträger im Rat gesessen hätten mit Argumenten „so eine kleine Firma, was wollen die unserer Jugend an Arbeitsplätzen bieten, wieso so einer unbedeutenden Firma Land unter Verkehrswert verkaufen etc.“, wir wissen es nicht. Vielmehr sollen wir dankbar sein, dass die damaligen Räte sich für die Ansiedlung des Kleinunternehmens entschieden und so den Grundstein für ein prosperierendes Gewerbegebiet mit der Vielfalt seiner Firmen gelegt haben.
In welche Zeit diese Entscheidung fiel, das ist dem auf die Entscheidung zur Ausweisung des Gewerbegebiets folgenden Tagesordnungspunkt zu entnehmen. Die Überschrift heißt nämlich „Deckmüdigkeit des Dorfstieres“. Damals war dies eine ernste Angelegenheit, so wichtig wie die Firmenansiedlung. Heute schmunzelt man darüber, wenn man dieses Ratsprotokoll, das die Zukunft Bornheims ganz wesentlich bestimmt hat, liest.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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