22Januar

Ein Seniorenzentrum für Bornheim

Die Bornheimerinnen und Bornheimer wollen es, die Gemeinde braucht es, nämlich eine Tagespflegeeinrichtung und betreutes Wohnen in Bornheim. Voraussetzung für die Umsetzung ist ein wirtschaftliches Konzept, ein Investor und ein geeignetes Grundstück.

 

Wie das Konzept und die Anforderungen eines Investors an ein Seniorenzentrum Bornheim aussehen, das wurde am 17. Januar dem 1. Beigeordneten Otmar Dietz, dem Seniorenvorsitzenden Edmund Richter und mir in einem orientierenden Gespräch vom Investor des Projekts „Seniorenzentrum Minfeld“ erläutert. Hier hat der Investor in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Minfeld, insbesondere Bürgermeister Foos und der Unterstützung durch die VG Kandel ein tragfähiges Konzept für ein Seniorenzentrum in kleineren Gemeinden erarbeitet. 

Die Eckdaten des Projekts in Minfeld sind kurz zusammengefasst wie folgt:

Erdgeschoss: Einrichtung einer Tagespflege für ca. 30 Personen
Die Räumlichkeiten für die Tagespflege im EG werden an einen Anbieter: Malteser, Sozialstation, Pfalzklinikum o. ähnlich komplett vermietet. Hier wird in eigenen Räumen zusätzlich Ergo- und Kreativtherapie angeboten. In diesen Räumen wird vom jeweiligen Anbieter eine Tagesbetreuung, wie zum Beispiel in Offenbach, Herxheim oder Bellheim bereits vorhanden, angeboten.

Appartements
Zusätzlich entstehen moderne Kleinwohnungen, Größe ca. 39 -41 qm. Alle Appartements verfügen über ein eigenes Bad, einen großzügigen Raum mit Küche, Essen, Wohnen und Schlafnische und  einen Balkon. Die Appartements sind barrierefrei. In den Appartements ist ein selbstbestimmtes Wohnen möglich.

Gemeinschaftsräume gibt es für ein geselliges Beisammensein, gemeinsame Aktivitäten oder auch für größeren Besuch. Ein Waschraum für Waschmaschine und Trockner ist eingeplant.

Diese Appartements sollen Einwohnern des Ortes zur Verfügung stehen. Sie werden vom Investor an die Personengruppen vermietet, die von der Gemeinde festgelegt sind. Nach den Vorgaben der Gemeinde Minfeld ist Voraussetzung zum Mieten ein Alter 65 + oder eine körperliche Beeinträchtigung.

Es besteht für die Mieter der Appartments die Möglichkeit, den Service der Tagespflege in Anspruch zu nehmen (z.B. Mittagessen etc.). Dies ist jedoch keine Voraussetzung für das Mieten eines Appartements. Unabhängig davon werden die Appartements mit einem 24 Stunden aktiven Notruf ausgestattet.

Wenn in Bornheim ein ausreichend großes Grundstück verfügbar wäre, wäre der Investor, der das Seniorenzentrum Minfeld baut, interessiert, auch in Bornheim in ein entsprechendes Projekt zu investieren und dieses eigenständig zu betreiben. Die Tagespflegeeinrichtung für ca. 30 Personen würde an einen freien Träger vermietet - interessierte Träger seien vorhanden.  Für die Wirtschaftlichkeit des Projektes bei gleichzeitig günstigen Mieten sollten zusätzlich zur Tagespflege ca. 15 Apartments á 40 m2 für betreutes Wohnen möglich sein.

Aufgabe der Gemeinde wäre vor allem die Schaffung der bauleitplanerischen Voraussetzungen für ein Seniorenzentrum. Kosten kämen auf die Gemeinde nicht zu, es sei denn, sie würde das benötigte Grundstück kaufen und in Erbpacht zur Verfügung stellen.
Der Bauausschuss wird sich am 30. Januar mit dem Thema „Seniorenzentrum“ beschäftigen und Empfehlungen an den Gemeinderat geben.
Den Bürgerinnen und Bürgern bin ich für Rückmeldungen dankbar, wie sie ein solches Projekt sehen und welchen Anforderungen dieses Projekt aus ihrer Sicht genügen soll. Ein solches Projekt käme nicht nur älteren Bornheimern/innen zugute, sondern auch jungen, nach Bornheim zugezogenen Familien. Denn auch hier besteht der Wunsch und der Bedarf, Eltern im Alter in die Nähe zu holen. So hätten die Kinder nämlich auf einmal Oma und Opa sowie die Älteren die Nähe zur Familie.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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