22Juni

Die Baumkontrollen – eine Maßnahme für Ihre Sicherheit

Es ist wieder soweit, die Baumkontrolleure Dirk Baumgärtner und Steffen Groß sind wieder in Bornheim unterwegs.

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Steffen Groß vom Sachverständigenbüro Dirk Baumgärtner bei der Sicherheitskontrolle der gemeindlichen Bäume – hier der Eiche am Dorfgemeinschaftshaus

Kontrolliert werden alle gemeindlichen Bäume innerhalb der Ortslage. Am Hofgraben werden nur die Bäume untersucht, von denen eine Gefahr ausgehen könnte. Insgesamt werden 336 Bäume begutachtet, die sicherheitsrelevanten Probleme dokumentiert und der Gemeinde baumweise die zu treffenden Maßnahmen vorgegeben. Die Umsetzung ist dann die Aufgabe des Bauhofes.
Es wird jährlich zweimal kontrolliert, je einmal im belaubten (Sommer-) und im unbelaubten Zustand (Winterkontrolle). Im Vordergrund steht die "fachlich qualifizierte Inaugenscheinnahme vom Boden aus". Bleiben danach Zweifel an der Bruch-oder Standsicherheit wird eine eingehende Untersuchung durchgeführt, zum Beispiel mit einem Resistograph (Bohrwiederstandsmessgerät).
Die Pflicht zur Baumkontrolle ergibt sich aus der „Verkehrssicherungspflicht“. D.h. dass jeder Baumeigentümer dafür zu sorgen hat, dass von einem Baum keine Gefahr ausgeht bzw. er entsprechende Vorkehrungen trifft, um Dritte zu schützen (z.B. durch Zugangssperrung). Wer die Baumkontrolle nicht durchführt und nicht schriftlich dokumentiert, haftet für Schäden, die durch einen Baum verursacht werden (z.B. durch umstürzende Bäume, herabfallende Äste etc.).

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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19Juni

Mit weniger Insektengift voller Rapsertrag

Ein guter Landwirt zu sein erfordert unheimlich viel Wissen, und das in vielen verschiedenen Bereichen. Ein Beispiel hierfür ist der Rapsanbau.
Wie man die Natur schont und dennoch hohe Rapserträge erntet, das kann man bei Bernhard Bentz lernen.
Zwar ist Raps überwiegend ein Windbefruchter. Dennoch können Bienen den Befruchtungserfolg durch Bestäubung deutlich steigern, vor allem in Zeiten der Blüte, wo wenig Wind weht. Nachgewiesen von der Universität für Bodenkultur Wien ist ein Mehrertrag von 10 - 15% im Durchschnitt, in windschwachen Zeiten zur Blüte deutlich mehr. 1 Tonne mehr Rapssamen je Hektar ist auch wirtschaftlich wichtig für die Ökonomie.

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Wanderbienen am Rapsfeld von Bernhard Bentz in der Gewann „Waldäcker im Unterwald“ – durch die Bienen bessere Bestäubung, mehr Ertrag

Insoweit ist es als Landwirt klug, mit Wanderimkern zusammenzuarbeiten.
Aber so einfach ist es für den Landwirt nicht! Denn es gibt u.a. noch Rapsstängelrüssler, Kohltriebrüssler und Rapsglanzkäfer, die eine gute Rapsernte bedrohen.
Üblicherweise werden diese mit Insektiziden bekämpft. Diese sind wiederum i.d.R. bienengefährlich. Deshalb sollen diese Mittel erst abends nach dem Bienenflug ausgebracht werden bzw. sollten während der Blüte möglichst durch bienenungefährliche Mittel ersetzt werden. Problem des Bieneneinsatzes in gespritzten Rapsflächen sind häufig Überschreitungen des Rückstandshöchstgehalts an Insektiziden im Honig.
Der verantwortungsvolle Landwirt minimiert daher den Insektizideinsatz, wendet ihn nur an, wenn die Ernte bedroht ist.
Wer in der Gemarkung im Frühjahr unterwegs ist, trifft an Rapsfeldern auf sogenannte „Gelbschalen“, wie sie u.a. Bernhard Bentz einsetzt.

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Heike Bentz mit einer Gelbschale zum Käfermonitoring an einem Rapsfeld

In den Gelbschalen werden Rapsstängelrüssler und Kohltriebrüssler gefangen, alle drei Tage ausgezählt und darüber die Schadschwelle bestimmt. Wenn beim Rapsstängelrüssler weniger als fünf Käfer, beim Kohltriebrüssler weniger als 15 Käfer pro Gelbschale und beim Rapsglanzkäfer in schwachen Beständen weniger als fünf Käfer, bei wüchsigen Beständen weniger als zehn Käfer pro Rapspflanze gezählt werden, dann kann der Landwirt auf den Insektizideinsatz verzichten.
Die Schadschwelle wurde bei den Rapsfeldern von Bernhard Bentz dieses Jahr in allen Rapsfeldern unterschritten. Von daher hat er auf den bienengefährlichen Insektizideinsatz während der Rapsblüte verzichten können, zum Wohl der Bienen, aber auch der Menschen, die von diesen Feldern einen Honig ohne Rückstandsüberschreitungen genießen können.
Warum in der Bornheimer Gemarkung die Schadschwellen tendenziell unterschritten werden, das wurde in der Rheinpfalz am Sonntag vom 3. Juni sehr schön beschrieben. Denn nach Erkenntnissen der Universität Würzburg „muss man nur dafür sorgen, dass am Boden lebende Laufkäfer und Spinnen auf die Rapsfelder kommen. Sie fressen die Käferlarven, wenn diese sich zum Verpuppen auf den Boden fallen lassen. Dazu brauche es lediglich einige wiesenartige Areale, die möglichst nah an den Rapsfeldern liegen.“ Das heißt: An die Rapsfelder angrenzende ungemulchte Feldraine, Blühstreifen und erst nach der Rapsernte beweidete, mit Gras bewachsene landwirtschaftliche Wege sorgen dafür, dass sich doppelt so viele Laufkäfer auf dem Rapsfeld tummeln wie ohne die wiesenartigen Bereiche. Dies zeigt wiederum: Die Schonung von Nützlingen durch Erhalt wiesenartiger Bereiche, sei die Fläche noch so klein, lohnt sich. Denn jegliche sinnvolle Vermeidung von Insektizideinsatz spart dem Landwirt die Spritzkosten, schont die Bienen. Dadurch steigt der Rapsertrag, was dem Landwirt mehr Geld bringt. Der Imker hat den Vorteil, dass er gesunden Honig anbietet, dessen Insektizidgehalt unter den zulässigen Rückstandswerten liegt, vor allem aber seine Bienenvölker stark bleiben und den Winter überleben.
Insoweit ein Dankeschön an Bernhard Bentz und alle Landwirte, die Bienen aktiv zur Bestäubung einsetzen, die durch die Zulassung von wiesenartigen Situationen im Umfeld der Felder, seien sie noch so klein, und durch Anwendung des Schadschwellenprinzips den Einsatz von Insektiziden auf das zwingend Notwendige verringern. Für Bornheim ist dies besonders wichtig insoweit, als die Ackerflächen nördlich der Hornbachstraße Wasserschutzgebiete für die Brunnen am Wasserwerk sind, die Ackerflächen südlich der Hornbachstraße an die Trinkwassergewinnungsbereiche der Stadt Landau angrenzen.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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19Juni

Bornheim beim Starkregen am 11. Juni gut weggekommen

„Landau schwimmt“, „Land unter in Landau“, das sind die Beschreibungen für das, was der Starkregen am 11. Juni (Montagabend) in Landau ausgelöst hat.
Auch in Bornheim gab es Starkregen, der in kurzer Zeit den Hofgraben – unseren Vorfluter – fast bis an den Grabenrand füllte. Nur noch 20 - 50 cm am Wasserspiegel fehlten, dann wäre der Hofgraben über die Ufer getreten und der Hofgraben-Fußweg zwischen den Wohngebieten Steinsteg und Krautgarten überschwemmt worden.
Ganz offensichtlich wurde bei diesem Starkregenereignis die Bedeutung der Regenrückhaltebecken und der Versickerungsmulden entlang des Hofgrabens. Diese sind über das Jahr hinweg im Grundsatz fast immer komplett trocken. Jetzt waren sie fast bis oben an den Rand hin gefüllt und nahmen relevante Wassermengen zusätzlich auf.
Es war faszinierend zu beobachten, wie gut das Abflussregime des Hofgrabens funktioniert hat. Es hat, wie es wasserwirtschaftlich zum Schutz der Unterlieger gefordert ist, zuerst das Wasser im Hofgraben, in den Sickermulden und in den Rückhaltungen gesammelt und dann – um einige Stunden zeitversetzt – systematisch abgegeben. Durch die hohe Aufnahmefähigkeit des Hofgrabensystems ist in Bornheim daher nichts passiert. Der zeitversetzte Abfluss des Hofgrabens schützt zudem die Unterlieger Zeiskam, Lustadt und Lingenfeld vor unnötig großen Wassermassen.
Auch wenn der Hofgraben über die Ufer träte, würden im Bereich der Wohnbebauung keine Straßen geflutet. Denn dann würde vorrangig das Ackergelände in der Gewanne Niederwiesen, das tiefer liegt als die Wohnbebauung, diese Wassermengen vorrangig aufnehmen. 
Wie das Entwässerungssystem des Hofgrabens aufgebaut ist, wie es funktioniert und wie der Hofgraben und die Regenrückhaltungen unterhalten und gepflegt werden, welche technischen und rechtlichen Regelungen – vom Wasserhaushaltsgesetz bis zum Naturschutzgesetz – einzuhalten sind, das erfahren Sie bei einem

Begang des Hofgrabens

am Donnerstag, 5. Juli, Treffpunkt Mörlheimer Brücke

Hierzu sind die Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen. Die Führung übernimmt Udo Adams von der Verbandsgemeinde. Denn als Gewässer 3. Ordnung liegt die Unterhaltung und Sicherung der wasserwirtschaftlichen Funktion des Hofgrabens nicht in der Zuständigkeit der Orts-, sondern der Verbandsgemeinde.
Innerorts gab es am 11. Juni nach der Homepage der Feuerwehr auf Grund des Starkregens vier Feuerwehreinsätze, zwei Einsätze in der Straße Am Hofgraben, einen Einsatz in der Wiesenstraße und einen Einsatz in der Straße In den Weppen. In allen vier Fällen drückte Wasser aus der Kanalisation bzw. floss Wasser von außen in den Keller. Da die Schäden gleich bemerkt wurden, wurden nicht mehr als 10 cm Wasserstand überschritten. Insoweit sind auch diese Hausbesitzer mehr oder weniger glimpflich davongekommen. Deutlich wurde die Bedeutung funktionsfähiger Rückschlagklappen sowie baulicher Maßnahmen, die Wassereintritt von außen ausschließen.
Danke an die Bornheimer Wehr, die wie immer vor Ort ist, wenn sie angefordert wird, aber auch Dank an unser Abwasserwerk, das uns auf Grund qualifizierter Bauplanung und Unterhaltung auch bei Starkregen einen voll funktionsfähigen Hofgraben bietet.
Der Dank geht auch an unsere Winzer, die durch eine fast flächendeckende Dauerbegrünung Erosion und Bodenabschwemmung in unserer Gemarkung minimieren.

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Dauerbegrünter Weinberg vermeidet am Hang Bodenabschwemmungen

Dauerbegrünte Weinberge lassen bei Starkregen mehr Wasser versickern und sie vermeiden die Bodenabschwemmungen.
Offenliegender Boden hat in der Bornheimer Weinbaufläche nur einen sehr geringen Flächenanteil

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Offenliegender Boden verschlammt, nimmt damit bei Starkregen kaum Wasser auf. Vielmehr fließt das Regenwasser ungebremst den Hang hinab und nimmt damit jede Menge wertvollen Boden mit mit der Gefahr der Wegeverschlammung. Dauerbegrünung ist daher nicht nur gut für den Naturschutz, sondern auch zur Erosionsvermeidung. Deutlich wird auch die Bedeutung dicht bewachsener Weinbergsraine. Auch diese können eine gewisse Menge Bodenschlamm aufnehmen und so die Wegeverschmutzung vermindern.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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12Juni

Das Schafschurfest war ein Erlebnis für Jung und Alt

Heiß und trocken – das war das richtige Wetter für die Schafschur letzten Sonntag.

Schafschurfest 2018 9

Fotos: Edmund Richter

Man sah: Die Schafe, die schon Erfahrung mit der Schur hatten, die genossen es richtig, ihre Wolle loszuwerden. Für Jürgen Fröhlich war es eine Schweiß treibende Arbeit. Ludwig Nicolai hatte den leichteren Part. Er assistierte und beantwortete dabei die vielen Fragen, die die Besucher hatten.
Eine der häufigsten Fragen war, was mit der Wolle passiert. Man habe jahrelang für die Wolle faktisch nichts bekommen. Jetzt habe man einen Abnehmer in Frankreich gefunden, der einen Preis von 1.80 € pro Kilogramm zahle. Je nach Größe des Schafes fallen 2 bis 4 Kilogramm Wolle an. Mit vielen Fragen zur Schur, aber auch zur Schafhaltung allgemein ging der Tag schnell vorbei.
Es waren viele junge Bornheimer Familien mit ihren Kindern gekommen, aber auch zahlreiche Ältere. Neben dem Erlebnis der Schur sorgten auch Speis und Trank – in diesem Fall von den Familien Fröhlich und Ludwig zubereitete Lammgulaschsuppe und Lammbratwürste – für gute Stimmung. Insgesamt war es eine schöne Veranstaltung, die nächstes Jahr wiederholt werden soll.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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12Juni

Stadtrat Landau lehnt den Anbau zusätzlicher Einfädelspuren an der B272-Abfahrt Bornheim/Dammheim ab – Einfädelspuren werden damit nicht gebaut

 

Mit der Inbetriebnahme der Abfahrt von der A65 auf die B272 sowie dem Ausbau der B10 wird der Verkehr auf der B272 voraussichtlich deutlich zunehmen. Mehr Verkehr heißt längere Wartezeiten beim Auf- und Abfahren. Zudem ist auf Grund von Geschwindigkeitsüberschreitungen trotz Begrenzung der Geschwindigkeit auf derzeit 70km/h im Bereich der Auf- bzw. Abfahrt von der B272 auf die K42 / K13 mit einer erhöhten Unfallgefährdung zu rechnen. Besonders kritisch wird die Situation im Zeitraum der neunmonatigen Vollsperrung der K13, in dem der Knoten B10 / L512 / L516 / K13 in einen Kreisverkehrsplatz umgebaut wird. Denn während dieser Zeit wird der gesamte Verkehr aus Dammheim, sofern er nicht über die Hornbachstraße fährt, über die Auffahrt auf die B272 laufen müssen.
Die von Bornheim und Dammheim einvernehmlich geforderte teilplanfreie Lösung “H” (holländische Rampen mit Unterführung vergleichbar der Auffahrt Lustadt auf die B272), die der LBM verfolgt, kann nach Mitteilung des LBM Speyer nicht vor 2028 umgesetzt sein, d.h. frühestens in 10 Jahren. Insoweit ist aus Sicht des LBM ein provisorischer Umbau der Einmündung Bornheim/Dammheim auf die B272 sowohl im Hinblick auf den Verkehrsfluß beim Auf- und Abfahren als auch und vor allem im Hinblick auf die Verbesserung der Verkehrssicherheit notwendig.
Voraussetzung für den Bau des provisorischen Linksabbiegers ist die Erlangung des Baurechts.
Baurecht kann bewirkt werden durch ein Planfeststellungsverfahren (sehr langwierig), ein Plangenehmigungsverfahren (langwierig) und im konkreten Fall der B272-Auffahrt auch durch ein
vereinfachtes „Abstimmungsverfahren mit Feststellung der Entbehrlichkeit der Planfeststellung“. Das Abstimmungsverfahren mit Feststellung der Entbehrlichkeit der Planfeststellung ermöglicht eine sofortige Umsetzung der Baumaßnahme, setzt jedoch das Einvernehmen mit allen Beteiligten rechtlich zwingend voraus.
Die Gemeinde Bornheim sowie die Kreisverwaltung Südliche Weinstraße als Betroffene haben das Einvernehmen zum Bau der Einfädelspuren unverzüglich erteilt. Auf Grund des ablehnenden Votums des Ortsbeirats Dammheim hat der Stadtrat Landau jedoch entgegen der Empfehlung des Oberbürgermeisters und der Verkehrsabteilung das Einvernehmen nicht erteilt. Damit scheidet für den LBM das “Abstimmungsverfahren mit Feststellung der Entbehrlichkeit der Planfeststellung” zur Erlangung des Baurechts aus. Der kurzfristig geplante Baubeginn für die Einfädelspuren ist dem LBM damit nicht möglich.
Diese Stadtratsentscheidung ist im Hinblick auf die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer aus meiner persönlichen Sicht unverantwortlich. Die mehrheitlich getroffenen ablehnenden Beschlüsse von Ortsbeirat Dammheim und Stadt Landau sind für mich sachlich nicht nachvollziehbar.
Denn auch für den LBM ist nach dem Schreiben an Oberbürgermeister Thomas Hirsch der gesicherte Linksabbieger nur ein Provisorium. Die Variante H (vergleichbar B272 Abfahrt Lustadt), die sowohl von Bornheim wie von Dammheim als endgültige Lösung für die Auf- und Abfahrt gefordert wird, wird nach dem Schreiben vom LBM weiterverfolgt, benötigt jedoch bis zur Umsetzung mindestens 10 Jahre.
Die Befürchtung der Dammheimer, dass aus einem Provisorium eine Dauerlösung würde, rechtfertigt aus meiner Sicht nicht die Inkaufnahme von weniger Verkehrssicherheit für mindestens 10 Jahre. Denn jedes Ortsbeirats- und Stadtratsmitglied, das gegen den unverzüglichen Bau des mehr Sicherheit bringenden gesicherten Linksabbiegers gestimmt hat, muss sich Unfallfolgen, die durch einen gesicherten Linksabbieger vermieden worden wären, unabhängig von der rechtlich vollen Verantwortlichkeit der Verkehrsteilnehmer dennoch politisch zurechnen lassen.
Die Ablehnung der Stadt Landau ist für mich auch deshalb nicht begreifbar, als die Stadt keine Kostenbeteiligung hätte, die Verkehrsteilnehmer, damit auch die Dammheimer, durch die geplanten Einfädelspuren jedoch sicherer auf- bzw. abfahren könnten.
Sollte sich an der Auffahrt von der K13/K42 auf die B272 bzw. Abfahrt von der B272 eine höhere Unfallhäufigkeit einstellen, ist nach Auskunft des LBM mit einem Verbot der Auffahrt von der K13/K42 auf die B272 in Richtung Karlsruhe/Neustadt und einem Verbot der Abfahrt von der B272, von Speyer kommend, auf die K13/K42 zu rechnen. Für die Bornheimer bedeutet das, dass sie, wenn sie auf die A65 und die B10 wollen, künftig durch Dammheim über den im Bau befindlichen Kreisel Landau-Nord oder entgegen der Fahrtrichtung zuerst zum Kreisel Essingen fahren müssen. Wer von Speyer nach Bornheim will, muss dann künftig im Kreisel Essingen über die Hornbachstraße nach Bornheim fahren. Dies bewirkt aus der jetzt excellenten Straßenanbindung eine dramatische Verschlechterung der Anbindung von Bornheim mit vielfältigen negativen Folgen für unsere Bürgerinnen und Bürger, aber auch die Gewerbebetriebe.
Nach meinem Gespräch vom 7. Juni mit dem Leiter des LBM Speyer ist es leider so, dass es auf Grund der Ablehnung der Stadt Landau für den LBM rechtlich keine Möglichkeit gibt, im Rahmen des Abstimmungsverfahrens mit der Feststellung der Entbehrlichkeit eines Planfeststellungsverfahrens noch Baurecht zu erlangen. Somit bleibt es bei der im Schreiben des LBM Speyer vom 1. Juni mitgeteilten Sachverhalt, dass “das Vorhaben zum Anbau zusätzlicher Einfädelungsstreifen baulich nicht umgesetzt werden kann”.
Der Nichtbau der Einfädelspuren ist für die Gemeinde Bornheim, aus meiner Einschätzung auch für die meisten Bürgerinnen und Bürger von Dammheim nicht akzeptabel! Insoweit ist die Frage, was bei künftig mehr Verkehr für eine ausreichende Verkehrssicherheit sowie den Erhalt einer vollwertigen Auf- und Abfahrt auf die B272 zu tun ist.

Meine Vorstellung:

  1. Als Sofortmaßnahme ist die zulässige Geschwindigkeit im Bereich der Auf- und Abfahrt der B272 auf die K42/K13 von 70 km/Std. auf 50 km/Std. zu reduzieren. Dies verringert zwar die Aufnahmekapazität der B 272 und erhöht die Wartezeiten beim Auf- und Abfahren, ist aber aus Sicherheitsgründen unverzichtbar.
  2. Damit die maximal 50 km/Std. auch eingehalten werden, ist kurzfristig ein stationärer Blitzer aufzustellen.
  3. Die Umsetzung der Variante H (holländische Rampen; ident zur Auffahrt Lustadt) muss von LBM, Landkreis und Stadt Landau konsequent weiterverfolgt werden.
  4. Für die Zeit bis zur Umsetzung der Variante H ist der schnellstmögliche Bau der Einfädelspuren aus Sicherheitsgründen unverzichtbar. Das Nein-Votum des Ortsbeirats entspricht nicht unbedingt der Sicht der Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger von Dammheim.

Diese obigen Forderungen wird die Gemeinde – vorbehaltlich der Zustimmung des Gemeinderates - gegenüber den zuständigen Stellen konsequent vertreten. Eine Bürgerinitiative aus Bornheim und Dammheim, sofern sie sich bilden sollte, könnte den politischen Druck auf die Verantwortlichen erhöhen. Für die Gemeinde würde ich eine solche Initiative unterstützen.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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05Juni

Fußballweltmeisterschaft 2018

Public Viewing im Dorfgemeinschaftshaus

In Kürze ist es wieder soweit. Vom 14. Juni bis 15. Juli dreht sich die Welt wieder um den Fußball.
Auch Bornheim fiebert bei der WM – dieses Mal in Rußland - mit unserer Nationalmannschaft mit. Es gibt nichts Schöneres als Fußball in der Dorfgemeinschaft zu erleben. Insoweit sind alle Bornheimerinnen und Bornheimer herzlich zum Public Viewing in das Dorfgemeinschaftshaus eingeladen. Deutschland spielt in der Gruppe F zu folgenden Terminen:

Sonntag, 17. Juni 17.00 Uhr Deutschland – Mexiko,
Bewirtung: Ortsverband der CDU

Samstag, 23. Juni 20.00 Uhr Deutschland-Schweden
Bewirtung: Sportverein

Mittwoch, 27. Juni 16.00 Uhr Deutschland-Südkorea
Bewirtung: Freundeskreis Die Wachthäusler

Deutschland hat gute Chancen, die Gruppe F als Sieger abzuschließen. Dann sehen die folgenden Termine wie folgt aus: 

  • Achtelfinale: Montag, 02.07. oder Dienstag, 03.07. um 16 Uhr
  • Viertelfinale: Freitag, 06.07. oder Samstag, 07.07. um 16 Uhr
  • Halbfinale: Dienstag, 10.07. oder Mittwoch, 11.07. um 20 Uhr
  • Spiel um Platz 3: Samstag, 14. Juli um 16 Uhr

Finale: Sonntag, 15. Juli um 17 Uhr

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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05Juni

Fragen der FWG-Fraktion zur Gemeinderatsitzung am 16.05.2018

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

die FWG-Fraktion hat Fragen an die Gemeinde gerichtet. Da es sich um Fragen gesamtdörflichen Interesses handelt, sind die Fragen und die gemeindlichen Antworten nachfolgend für jede(n) dargestellt.

Frage 1: Sachstand Aufstellung eines Bebauungsplanes mit etwaiger Veränderungssperre gem. Beschluss der 35. Sitzung des Gemeinderates vom 7.3.2018
Dort wurde u.a. aufgeführt, dass sich der Rat für die Aufstellung eines Bebauungsplanes im Bereich Kirchstraße, Hauptstraße und Wiesenstraße ausspricht. Bezüglich Veränderungssperre war die Verwaltung gebeten, eine Prüfung und Klärung der rechtlichen Voraussetzungen vorzunehmen.

Antwort: Im Rahmen der Dorfmoderation gibt es die Diskussion, für den Altortsbereich einen Bebauungsplan mit integrierter Gestaltungssatzung zu erstellen. Da die Aufstellung eines Bebauungsplans mit integrierter Gestaltungssatzung konkrete Vorstellungen, was der Bebauungsplan und die Gestaltungssatzung regeln soll, voraussetzt, sollte der Ergebnisbericht der Dorfmoderation Grundlage der Diskussion im Gemeinderat sein. Sobald dieser vorliegt, wird dieser Top im Gemeinderat beraten. Eine Vorwegentscheidung ohne die inhaltlichen Ergebnisse der Dorfmoderation berücksichtigt zu haben wäre gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern, die viel Zeit für die Teilnahme an der Dorfmoderation aufgewendet haben, nicht vertretbar.
Da eine (bauliche) Veränderungssperre im gesamten Altortsbereich relevante, ohne sorgfältige Analyse gravierende Eingriffe in Eigentumsrechte der Grundeigentümer sowie relevante Wertminderungen für die Grundstücke bedeuten kann, hat der Gemeinderat richtigerweise entschieden, zuerst eine Prüfung der Sinnhaftigkeit einer Veränderungssperre durch die Verwaltung vornehmen zu lassen. Diese Prüfung findet derzeit durch die Verwaltung statt. Sobald hierzu die Bewertung vorliegt, wird sich der Rat hiermit befassen. Da es hier unter anderem auch um die Vermögenswerte der Bürgerinnen und Bürger im Altortsbereich geht, wird hierzu eine umfassende Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger vorgesehen.

Frage 2: Ausfahrt auf die B272

Die Dammheimer und die Stadt Landau waren da bereits aktiv. Was ist mit Bornheim? Die Bornheimer betrifft das Thema auch. Bitte Sachstandsinformation!

Antwort: Den Sachstand und meine Stellungnahme zum „Abstimmungsverfahren nach § 17b Abs. 1 Bundesfernstraßengesetz betr. B272/K42/K13 Anbau zusätzlicher Einfädelspuren“ an den Landesbetrieb Mobilität LBM wurde den Fraktionsvorsitzenden, damit auch dem Vorsitzenden der FWG-Fraktion Alexander Kirchmer sowie den Beigeordneten am 4. April zugeleitet.
Meine Mitteilung hat folgenden Text: „Anbei erhalten Sie den Erläuterungsbericht - Abstimmungsverfahren - B272/K13/K42 Anbau zusätzlicher Einfädelspuren zur Kenntnis.
Die Karte mit der Darstellung der Ausführungsplanung ist bei mir einsehbar.
Sollte ich von Ihnen bis zum 8. April keine gegenteilige Rückmeldung erhalten, werde ich bezüglich der Baumaßnahme keine Bedenken anmelden. Bezüglich Ziff. 1.2 Verkehrliche Bedeutung werde ich jedoch darauf hinweisen, dass seitens der Gemeinde der gesicherte Linksabbieger nur ein Provisorium sein kann, dass im Endausbau die „holländischen Rampen mit Unterführung - vergleichbar der Auffahrt Lustadt“ für die Gemeinde zwingend sind. Die Formulierung in 1.2 Verkehrliche Bedeutung, 4. Absatz, letzter Satz „Sollte sich die Ergänzung der Spuren im Vergleich zu anderen Planungsvarianten als geeignet erweisen, könnten diese dauerhaft installiert bleiben“ wird nicht mitgetragen, da er den bisherigen Gesprächsergebnissen mit dem LBM u.a. nicht entspricht. Der Satz sollte daher gestrichen und ersetzt werden durch den Hinweis, dass die „Lustadt-Variante“ die langfristige Lösung sein muss.“

Fazit: Meinerseits wurde für Bornheim im Einvernehmen mit den Beigeordneten und den Fraktionsvorsitzenden zeitnah die Stellungnahme an den LBM abgegeben. Landau „eiert“ immer noch herum ohne Entscheidung. Über meine Stellungnahme wurden die Bürgerinnen und Bürger 2x über das Amtsblatt informiert.

Frage 3: Internetauftritt der Gemeinde

Information zu dem jetzigen Stand aufgrund des Angebotes und meiner Mail vom 25.4.

Antwort: Der Bornheimer Kindergarten und die Schulkindbetreuung verfügen bisher über keine eigene Homepage. Um die Information über die Kinderbetreuung zu verbessern, habe ich in Abstimmung mit Kindergarten und Schulkindbetreuung durch die Firma blue dog ein Grundkonzept für eine Homepagepräsentation erstellen lassen. Das diesbezügliche Angebot vom 20.4.2018 habe ich am 20.4.2018 dem Kindergarten, der Verwaltung, den Beigeordneten und Fraktionsvorsitzenden mit der Bitte um Rückmeldung zur Kenntnis gegeben. Der Kindergarten hat dem Grundkonzept zwischenzeitlich zugestimmt, die Verwaltung das Angebot für marktgerecht bewertet. Das mit Dr. Uribe Uribe vorgesehene Gespräch zur fachlichen Bewertung soll in Kürze stattfinden. Auf dieser Grundlage werde ich dann über die Vergabe des Programmierauftrags entscheiden.

Frage 4: Umsetzung der Anregungen aus der Dorfmoderation

Wie und wann geht es da weiter? Sollten da nicht auch Beschlüsse gefasst werden?

Antwort: Bei der Dorfmoderation steht noch die Beteiligung von Kindern und Jugend aus. Die diesbezügliche Veranstaltung findet am Samstag, 26. Mai, statt. Anschließend werden die Ergebnisse der Dorfmoderation vom beauftragten Moderator in einem Ergebnisbericht zusammengestellt. Die Ergebnisse werden dann im Gemeinderat beraten und hierzu entsprechende Beschlüsse gefasst.

Frage 5: Sachstand Unkrautvernichtung in der Ortsgemeinde

Ende letzten Jahres gab es ja zu den einzelnen Varianten/Möglichkeiten etliche Vorschläge. Wie geht es da weiter? Was ist angedacht?

Antwort: „Die Auslegung des Begriffs Unkraut hängt stark vom subjektiven menschlichen Empfinden ab. So werden manche Pflanzenarten pauschal als Unkraut bezeichnet. Dies ist dem Grundprinzip nach falsch, da dieselbe Art als Unkraut, Nutzpflanze, Heilkraut, Zeigerpflanze oder in anderer Form auftreten kann. Zum Unkraut wird sie erst dadurch, dass sie als „störend“ empfunden wird. Unterschiedliche Auffassungen hierüber führen häufig zu Nachbarschaftsstreitigkeiten, manchmal sogar zu politischen Debatten.“ (Zitat Wikipedia)

In Deutschland gilt ein Drittel der etwa 270 Pflanzenarten, die ihr Hauptvorkommen in der Unkraut- und kurzlebigen Ruderalvegetation haben, als regional gefährdet oder ausgestorben. Neben den Pflanzenarten selbst sind auch verschiedene Tiergruppen vom Rückgang der Unkräuter betroffen, da sich diese Tiere teilweise oder vollständig von Pollen, Nektar, Stängeln und Blättern, Wurzeln oder Samen der Unkräuter ernähren oder die Unkräuter als Habitat nutzen. Die verminderte Verfügbarkeit von Unkrautsamen hat so in den letzten Jahrzehnten unter anderem zu einem starken Rückgang von granivoren (Samen fressenden) Vogelarten mit beigetragen.
Insoweit geht es nicht darum, „Unkräuter in der Ortsgemeinde zu vernichten“, wie die Formulierung der Frage nahelegt. Vielmehr gilt es, in der Gemeinde ein gesundes Maß zwischen dem ästhetischen Empfinden von Menschen, das sehr unterschiedlich ist, und den Notwendigkeiten des Artenschutzes sowie den jährlichen Grünpflegekosten zu finden. Insoweit wird es hierzu immer einen bürgerschaftlichen Diskurs geben.
In der Dorfmoderation gab es Vorschläge zu „Abflammgeräten, Infrarot-, Heißwassergeräten, rotierenden Stahl- bzw. Kunststoffbürsten und manch andere Technologie mehr, um Fugengrün zwischen den Beton- und Natursteinpflastern zu regulieren.
Den bedeutendsten Umfang an Pflasterflächen stellen die Bürgersteige dar. Diese sind nach der Straßenreinigungssatzung von den Grundeigentümern zu reinigen. Die Reinigungspflicht erstreckt sich bis auf die Straßenmitte. Soweit sich im jeweiligen Bereich Baum- bzw. Grünrabatten befinden, ist das Pflaster bis an die Rabatteneinfassung vom Anlieger zu reinigen. Die Pflege der Rabatte selbst ist als öffentliches Grün Aufgabe der Gemeinde, soweit nicht Anlieger die Rabatte ehrenamtlich mitpflegen. Die Rabattengrünpflege erfolgt durch den Bauhof.
Den größten Aufwand bei der gemeindlichen Wegpflege gibt es bisher bei den Friedhofswegen. Diese Wege werden in Kürze erneuert, und zwar durch das terra system-Konzept. Hier entfällt künftig die Grünpflege.
Gemeindlich zu pflegende Betonpflasterflächen sind die Flächen um Saubrunnen/Friedhofshalle, Dorfgemeinschaftshaus und der Parkplatz „Am Hofgraben“ sowie die gepflasterten Bürgersteige um die gemeindlichen Anwesen einschließlich Kindergarten. Diese werden derzeit durch die „Flotten Feger“ mit der Kehrmaschine gereinigt.
Der Rathausinnenhof, die Pflasterflächen um das Wachthäusl sowie das Storchenzentrum und die Storchenscheune sowie der Bouleplatz werden durch die die Gebäude nutzenden Vereine gepflegt, das sind im Rathaus (Stall) der Sportverein, beim Wachthäusl der Freundeskreis Die Wachthäusler, beim Storchenzentrum und der Storchenscheune die Aktion PfalzStorch, beim Bouleplatz der Bouleclub.
Mit welchen Hilfsmitteln die verbleibende gemeindliche Grünpflege erfolgt, entscheidet der Bauhof. Teurere Geräte sollen im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit innerhalb der Verbandsgemeinde auf Basis Kostenerstattung gemeinsam genutzt werden.

Frage 6: Sachstand Verkauf des letzten Reihenhauses

Wir haben den Beschluss zum Verkauf getroffen. Da dies auf Grund der damals niedrigen Miete für einen Investor/Kapitalanleger nicht so interessant war, haben wir die Mieterhöhung beschlossen die durch Gerichtsbeschluss zumindest teilweise umgesetzt wurde. Mit der erhöhten Miete sollte der Verkaufsprozess fortgesetzt werden. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Verkauf kann nur vermietet erfolgen, da wir ja keinen Kündigungsgrund haben.

Schritt 1:

Prüfung des damaligen Preisansatzes

Schritt 2:

Kaufangebot an den Mieter mit Fristsetzung 4 Wochen

Schritt 3:

Externer Verkauf

Ist da inzwischen etwas passiert?

Antwort: Die Entscheidung zum Verkauf wurde getroffen. Bezüglich des Verkaufs hatte sich kein Investor/Kapitalanleger gefunden. Insoweit ist das Objekt unter schrittweiser Anpassung der Miete an das ortsübliche Niveau weiterhin vermietet. Die Miete wird pünktlich gezahlt und das Haus ist vom Mieter gut gepflegt. Aus der Haushaltssituation der Gemeinde heraus gibt es derzeit keine Notwendigkeit, das Haus zu verkaufen.
Sollte der Gemeinderat trotzdem verkaufen wollen, wären wie in der Frage dargestellt der Preisansatz auf das aktuelle Preisniveau anzupassen und das Haus – da gemeindlich kein Eigenbedarf besteht –Investoren/Kapitalanlegern erneut anzubieten.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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01Juni

„Wildkräuter“ – ein Projekt der LandFrauen Pfalz

Wer ist da im Dorfgemeinschaftshaus?
Es war die Neugier, die mich letzten Dienstagabend in das Dorfgemeinschaftshaus führte. Ich wollte nur sehen, wer welche Veranstaltung hat.
Ich war perplex. An der Wand eine Powerpointfolie mit einer Lobeshymne auf die Brennessel. „Schmeckt gut und ist auch noch gesund“, das war die wesentliche Botschaft von Johannes Schauer, seines Zeichens Heilpraktiker, an die Bornheimer Landfrauen. „Gut und auch noch gesund essen“ als Thema, das war für mich Anlass zu bleiben.
Das Bleiben hat sich gelohnt. Denn es gab nicht nur eine (theoretische) Einführung in die (Un)Kräuterwelt sowie die in den Unkräutern enthaltenen vielseitigen gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe. Geschmacklich beeindruckt haben mich vor allem die von Hannelore Riedesel Freifrau zu Eisenbach zubereiteten Gerichte wie ihr Brennessel-Frühlings-Cocktail, ihre Brennesselsuppe mit Frischkäse, der Brennesselfladen sowie die Gänseblümchen-Quarkspeise. Wer an diesem Abend nicht bei den Landfrauen war, der hat etwas versäumt.
Mein Eindruck war: Die Bornheimer Landfrauen waren genauso begeistert wie ich. Ich bin überzeugt: Auf manchem Bornheimer Essenstisch wird es künftig Brennesseln, Löwenzahn, Gänseblümchen und manch anderes Wildkraut mehr geben und so den Speisezettel bereichern! Für mich war die Veranstaltung ein exzellenter Beitrag der LandFrauen, mit den kulinarischen Möglichkeiten der Un- bzw. Wildkräuter die Bedeutung von Natur- und Artenschutz bewusst zu machen.

Wildkruter web von Gerhard Bach, Vorsitzender der Bauern- und Winzerschaft Bornheim angelegter artenreicher Weinbergsrain (Foto: Dr. Renate Körber-Chattopadhey)

Die Veranstaltung passte insoweit hervorragend in das Engagement der Gemeinde für mehr Artenvielfalt.
Wer die Rezepte haben möchte, kann sich bei den Landfrauen die Broschüre „Natur fördern – Vielfalt erhalten Wildkräuter“ besorgen (kostenlos). Im Vorwort dieser Broschüre stellt Umweltministerin Ulrike Höfken fest, dass sich das Projekt „Wildkräuter“ der LandFrauen Pfalz nicht nur an die Landfrauen, sondern auch an die Gemeinden, an die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister richtet, Zitat „Sie sollen motiviert werden, Wildkräutern Raum zu geben, zum Beispiel durch Wildkräuterbepflanzungen in öffentlichen Grünanlagen“. Eine interessante Empfehlung! Im richtigen Maß bestimmt eine gute Sache.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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01Juni

„Wenn jemand eine Reise tut“ – 10 Jahre Partnerschaft BSG Bornheim – Gut Holz Altenstadt-Vohenstrauß

„Wenn jemand eine Reise tut, dann kann er was erzählen“, das meinte der Dichter Matthias Claudius (1740 – 1815). Dass sich aus einer Reise auch mehr entwickeln kann, in diesem Fall eine dauerhafte Freund- und Kameradschaft, das hat der Vorsitzende der BSG Sportkegelverein Bornheim Bernd Hundemer erfahren. Denn in seinem Urlaub in Altenstadt-Vohenstrauß in der bayrischen Oberpfalz in 2007 wollte er sein Hobby, das Sportkegeln, nicht missen. Also suchte er sich dort eine Kegelbahn, lernte dabei den Verein „Gut Holz Altenstadt-Vohenstrauß“ kennen, schloss Freundschaften. So kam es, dass man sich auf Vereinsebene im Rahmen eines Kegelwettbewerbs inzwischen jährlich gegenseitig besucht.
Der diesjährige Sparkassencup – jeweils im Freizeitcenter in Bornheim ausgetragen – bedeutete 10-jähriges Jubiläum für die Altenstadter, nämlich 10. Besuch in Bornheim zum sportlichen Wettbewerb. 21 Teilnehmer zusammen mit ihrem Vorsitzenden Manfred Hilburger - das war wieder eine starke Mannschaft, die den Weg nach Bornheim gefunden hat.
Das 10-jährige Jubiläum war für mich Anlass, mich seitens der Gemeinde bei beiden Vereinen für diese über die Jahre gewachsene Verbundenheit zu bedanken. Als kleines Präsent gab es für jeden Gast eine Flasche Bornheimer Secco und für die vier Jugendlichen eine Einladung zu einem Eis in „Inge´s Café“. So vermitteln wir in das Bierland Bayern, dass Bornheimer Wein auch für einen Bayern eine gute Sache ist. Mit einem Besuch in Inge´s Café am Saubrunnen zeigen wir, dass nicht nur Urlaub in Bayern, sondern auch ein Urlaub im schönen Bornheim ein Erlebnis ist.
Danke an Bernd Hundemer, Hans-Gerd Schlemilch und Manfred Hilburger, dass sie diesen sportlichen Austausch organisieren und pflegen. Ich wünsche mir, dass diese Verbundenheit viele weitere Jahre hält und wir den Verein „Gut Holz Altenstadt-Vohenstrauß“ weiterhin jährlich beim Sparkassencup im Bornheimer Freizeitcenter begrüßen können.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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29Mai

Friedhelm Kunz kümmert sich um eine neue Orgel

Was weiß der Bürgermeister? Wenig im Vergleich zum gesamten Wissen, das bald 1700 Einwohner und die Verwaltung insgesamt haben. Die Lösung: Das Wissen, das die Bürgerinnen und Bürger sowie die Mitarbeiter der Verwaltung haben, für das Dorf einsetzen.

Neue Orgel web

Studiendirektor Friedhelm Kunz beim Orgeltest im Orgelhaus Kisselbach in Köln

Was liegt also näher als für die Beschaffung einer neuen Orgel für die Friedhofshalle das musikalische Fachwissen von Friedhelm Kunz aus der Birkenstraße für die Gemeinde einzusetzen.
Die Orgel der Friedhofshalle ist in die Jahre gekommen. Defekte, die nicht mehr wirtschaftlich zu reparieren sind, machen einen Orgelersatz notwendig. In Abstimmung mit dem für den Friedhof zuständigen Beigeordneten Otmar Dietz habe ich Friedhelm Kunz gebeten, dem Gemeinderat einen Vorschlag für eine neue Orgel zu machen. Nach ausführlicher Erprobung verschiedenster Orgeln schlägt Friedhelm Kunz eine Gloria Optimus mit 2 Manualen und 31 Registern vom Orgelhaus Kisselbach in Köln vor. Mit einem von ihm ausgehandelten Preisnachlass von 900 € kommt die Orgel auf ca. 5.200 € brutto. Diesen Betrag hat der Gemeinderat schon im Doppelhaushalt 2018/2019 eingestellt. Damit kann in der nächsten Gemeinderatsitzung über eine neue Orgel entschieden werden. Danke an Friedhelm Kunz und seine Frau, die bei Trauerfeiern ebenfalls die Orgel spielt, dass sie sich mit ihrem Spezialwissen für eine gute Orgelauswahl engagiert haben.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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29Mai

Wir haben eine starke Wehr

Der Tag der Feuerwehr am 27. Mai am Dorfgemeinschaftshaus hat es wieder eindrucksvoll demonstriert: Die Bornheimer Wehr sowie die Feuerwehren in der Verbandsgemeinde insgesamt sind eine starke Truppe. Im Notfall können wir uns auf sie verlassen.

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Tag der Feuerwehr am 27. Mai 2018 am Dorfgemeinschaftshaus – großer Zuspruch bei den Vorführungen

Die Feuerwehr berichtet selbst umfassend über den Feuerwehrtag. Ich möchte für die Gemeinde nur zum Ausdruck bringen: Es war ein Superprogramm! Alle Besucher konnten sehen: Unsere Wehren sind in jeder Hinsicht bestens ausgerüstet, von den persönlichen Schutzausrüstungen bis hin zur Geräte- und Fahrzeugausstattung. Wir haben personalstarke Mannschaften – das ist nicht überall so und es zeigt, dass ein gutes Miteinander und Teamgeist das Mitmachen bei der Feuerwehr attraktiv macht. Und: Ich bin für die Gemeinde stolz auf die Kinder- und Jugendarbeit, die in unserer Feuerwehr geleistet wird. Die Bambini- und Jugendfeuerwehr ist attraktiv. So brauchen wir uns keine Sorgen um den Nachwuchs zu machen. Mein Wunsch: Weiter so!

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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29Mai

Mobile Retter

„Es kommt auf die Sekunde an“ – Bornheim ist gut aufgestellt

“Es kommt auf die Sekunde an bei einer schönen Frau”, so haben Joopie Heesters am 23.09.1942 und später Peter Alexander in der Operette “Hochzeitsnacht im Paradies” gesungen.

Auf die Sekunde kommt es jedoch nicht nur „bei einer schönen Frau“, sondern auch bei Herz-Kreislauf-Stillständen an. Denn nur wenn im Minutenbereich mit lebensrettenden Sofortmaßnahmen begonnen wird, nur dann besteht die Chance zu überleben bzw. keine dauerhaften Schäden des Gehirns zu erleiden.
Die Entscheidung unseres Landrats Dietmar Seefeldt, im Landkreis das Konzept der „mobilen Retter“ umzusetzen, das wird künftig helfen, die therapiefreie Zeit zwischen dem Notfall und dem Eintreffen des Rettungsdienstes deutlich zu verkürzen. Denn mobile Retter können durch ihre örtliche Nähe sehr oft schneller am Notfallort sein
und schon in der Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes qualifizierte lebensrettende Maßnahmen einleiten da die ersten Minuten oft entscheidend für das Überleben sind. Kostenintensive Pflegefälle werden reduziert und die Überlebenschancen gesteigert.

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Michael Dächert aus der Mörlheimer Straße, Mentor für das Projekt der „mobilen Retter“, erläutert am Tag der Feuerwehr am Dorfgemeinschaftshaus das Konzept

Wie sieht das Projekt „mobile Retter“ konkret aus?

Der Regel-Rettungsdienst und die First Responder Einheiten werden in unveränderter Weise alarmiert.
Die qualifizierten Ersthelfer – das sind die mobilen Retter -
, die sich in unmittelbarer Nähe zum Notfall befinden, werden - durch die GPS-Komponente ihrer Smartphones kontinuierlich geortet - nach Wahl des Notrufs 112 durch die Leitstelle automatisch parallel zum Rettungsdienst durch die Mobile-Retter-App informiert. Dadurch können die mobilen Retter allein durch die örtliche Nähe sehr oft schneller als der Rettungsdienst am Notfallort sein. Sie leiten eine erste medizinische Versorgung des Patienten zur Verminderung des therapiefreien Intervalls bis zum Eintreffen des Regelrettungsdienstes bzw. der First Responder Einheit ein.
Um eine möglichst optimale Versorgungsqualität der Patienten zu gewährleisten, werden an die qualifizierten Ersthelfer besondere Qualifizierungs- und Teilnahmevoraussetzungen gestellt. Diese werden vor Bestellung als Mobile Retter durch Mentoren qualifiziert und geschult. Mentor für die Verbandsgemeinde Offenbach ist Michael Dächert aus der Mörlheimer Straße.
Als qualifizierte Ersthelfer kommen vor allem folgende Personengruppen in Betracht: (Not)Ärzte, Notfallsanitäter, Rettungsassistenten, Rettungssanitäter, Rettungshelfer, Gesundheits- und Krankenpflegekräfte, Sanitätsdienstmitarbeiter – Hilfsorganisationen, Betriebssanitäter, Feuerwehrkräfte, Rettungsschwimmer, Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks, Arzthelferinnen etc.
Mein Wunsch ist, dass möglichst viele Bornheimer, die die Anforderungen an die Funktion „mobiler Retter“ erfüllen, mitmachen. Denn dies rettet Leben. Durch die Außeninstallation eines Defibrillators am Dorfgemeinschaftshaus hat die Gemeinde die Voraussetzungen geschaffen, dass Ersthelfer in Bornheim einen direkten Zugang zur optimalen technischen Ausrüstung für diese Art der Notfälle haben. Für Fragen zum Thema steht Michael Dächert als Mentor sicher gerne zur Verfügung.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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29Mai

Was wäre am 26. Mai morgens ohne Thomas Kirschthaler passiert?

Dann wäre die Wasserversorgung im Versorgungsgebiet der Gruppenwasserwerke Bornheim zum Problem geworden.

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Thomas Kirschthaler von den Gruppenwasserwerken zeigt den Verlauf der Hauptwasserleitung entlang des Hofgrabenfußwegs

Was war passiert? Um 8.34 Uhr ging über die Leitstelle Landau bei Thomas Kirschthaler, der beim Wasserwerk Bereitschaftsdienst hatte, die Meldung ein, dass ein Teilstück des Hofgrabenfußwegs wegschwimme. Anwohner des Gebiets Steinsteg hatten diesbezüglich die Leitstelle in Landau angerufen.
Dass ein Bruch der Hauptwasserleitung vorliegen müsse, war beim Bereitschaftsdienst zwischenzeitlich schon festgestellt worden. Denn der Wasserdruck im Versorgungsgebiet war bereits verringert. In den zwei Erdhochbehältern in Walsheim mit 3000 Kubikmeter Fassungsvermögen kamen von einer Mehrförderung der Bornheimer Brunnen von 150 Kubikmetern pro Stunde statt 140 nur 30 Kubikmeter Wasser an. Insoweit musste irgendwo in der Leitung zwischen den Brunnen in Bornheim und den Hochbehältern in Walsheim Wasser in relevantem Umfang verloren gehen. Beim Abfahren des Verlaufs der Hauptwasserleitung wurde der Bruch am Hofgrabenweg zwischen der Hofgrabenbrücke Krautgarten und dem Spielplatz Steinsteg festgestellt. Durch das Schließen der Absperrschieber in der Hauptstraße Am Rühmer (Düker) und der Mörlheimer Straße wurde das defekte Leitungsstück abgetrennt und dadurch die Wasserversorgung im Versorgungsgebiet wieder hergestellt. Das Versorgungsgebiet unseres Wasserwerks umfasst
die Gemeinden Bornheim, Dammheim, Essingen, Hochstadt, Knöringen, Offenbach, Roschbach und Walsheim. Nach dem Schließen der Absperrschieber wurde der ausgeschwemmte Fußwegbereich von Thomas Kirschthaler unverzüglich abgesperrt und – vorbildlich – für die Spaziergänger der Wegbereich so freigeschnitten, dass man trotz Sperrung weiterhin den Weg als Spazierweg nutzen kann.
Danke an die Anwohner Steinsteg für die sofortige Meldung, aber auch eine große Anerkennung an unser Wasserwerk und seine Mitarbeiter, die wiederum bewiesen haben, dass sie bei Störungen kompetent und unverzüglich reagieren. Noch ein Hinweis: Die Rufnummer des Bereitschaftsdienstes
0172/6201215 finden Sie im Amtsblatt. Hier können Sie außerhalb der Geschäftszeiten jederzeit Betriebsstörungen und Rohrbrüche mitteilen.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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22Mai

Die Wolle muss ab

„Die Winterwolle muss jetzt runter“, so die Schäfer Jürgen Fröhlich und Ludwig Nicolai, denen die „Bornheimer Schafe“ gehören. Um die Kenntnis, wie Schafwolle gewonnen wird, nicht verloren gehen zu lassen, veranstalten sie gemeinsam mit ihren Familien das

Bornheimer Schafschurfest

Samstag, 9. Juni 2018, 11-17 Uhr

Bornheim/Pfalz

Am Feuerwehrhaus, Am Hofgraben 10

Hierzu laden beide Familien herzlich ein. Für Essen und Trinken ist gesorgt. Es gibt Lamm-Rind-Gulaschsuppe und Bratwurst.

Zu jeder vollen Stunde ab 11 Uhr wird jeweils ein Schaf geschoren. Für Kinder und Jugendliche ist die Schafschur ein Erlebnis, für Ältere eine schöne Erinnerung an früher. Insoweit sind alle, Familien mit ihren Kindern, jung und alt herzlich eingeladen. Die Gemeinde sponsert jedem Kind ein Getränk.
Gemeindeseitig ein herzliches Dankeschön an die Familien Fröhlich und Nicolai, dass sie uns ein solches Angebot machen und damit Tradition pflegen. Ich wünsche gutes Wetter und regen Besuch.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

 

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22Mai

Bodo Kühne verabschiedet

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Bodo Kühne mit Urkunde bei seiner Verabschiedung im Gemeinderat

In der Gemeinderatsitzung vom 16. Mai wurde der Gemeindemitarbeiter Bodo Kühne in den Ruhestand verabschiedet.

Bodo Kühne ist Jahrgang 1961, wohnhaft in Landau und seit 1. April 1990 bei der Gemeinde Bornheim beim Bauhof beschäftigt. Sein Tätigkeitsschwerpunkt war vor allem die Pflege der Grünanlagen und die Sauberhaltung um die gemeindlichen Anwesen. Bodo Kühne war bei den Bornheimerinnen und Bornheimern allseits beliebt und immer für ein freundliches Gespräch offen.
Seitens der Gemeinde ein herzliches Dankeschön für die in den vielen Jahren seiner Tätigkeit geleistete Arbeit und alles Gute für den Ruhestand.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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