07August

„Störche, Kunst & Wein“ – Bilanz für 2018

Wenn sich die Bornheimer Störche auf den Weg nach Afrika machen, ist es Zeit, Bilanz zu ziehen nicht nur zur Entwicklung der rheinland-pfälzischen Storchenpopulation, sondern auch zur Frage, wie das gemeindliche Angebot der Führungen zu Störche, Kunst & Wein in 2018 angenommen wurde.

Strche Kunst Wein web

Gäste aus Hagenbach, Neustadt und Kaiserslautern mit Bekannten aus Berlin und Kiel bei der Führung Störche, Kunst & Wein am 18. Juli, hier am Wachthäusl

109 Gäste bei 12 Führungen – das sind im Durchschnitt gut 9 Teilnehmer pro Führung. Dies belegt: Die mittwöchliche einstündige Führung im Zeitraum Mitte April bis Ende Juli – das ist der Zeitraum vom Beginn der Brutsaison der Störche bis zum Abflug nach Süden - ist für Gäste aus nah und fern ein attraktives Angebot. Die Besucher kamen aus Berlin, Bobenheim, Burrweiler, Darmstadt, Enkenbach, Erpoldsheim, Essingen, Frankenthal, Hagenbach, Hassloch, Jockgrim, Kaiserslautern, Kiel, Kleinsteinhausen, Landau, Ludwigshafen, Mutterstadt, Neustadt, Offenbach, Schwegenheim, Weisenheim am Berg, Wonsheim. Eine Frau kam aus Bornheim, sie ist letztes Jahr neu zugezogen.

Mein Dank geht an Karin Hechler sowie an Ulla Kaub und Elke Mötje, die im Einzelfall vertretungsweise die Gäste führten. Sie haben den Gästen viel Wissenswertes über Bornheim, seine Störche und seine Kunstwerke vermittelt. Zusätzlich waren sie zusammen mit Erika und Fredy Körner Weinbotschafter. Denn zum Abschluss der Führung gab es im Wachthäusel jeweils eine Kostprobe eines ausgewählten Bornheimer Weines unserer Winzer Uwe Acuntius, Rudi Brauch, Lothar Cuntz und Christian Müller, liebevoll serviert durch Erika und Fredy Körner. Hierfür Erika und Fredy Körner sowie unseren Winzern ebenfalls ein herzliches Dankeschön.
Auf Grund der guten Bilanz wird es auch in 2019 ab Mitte April wieder heißen: Bornheim lädt ein zu Störche, Kunst & Wein.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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07August

Auf den Punkt gebracht Oder: Warum es in Bornheim keine gemeindlichen Abfallkörbe gibt

Von Neubürgern werde ich immer wieder einmal gefragt, warum es in Bornheim keine gemeindlichen Abfallkörbe gibt. Die Gründe hat Uschi Heupel, 1. Beigeordnete von Hochstadt, im letzten Amtsblatt präzise beschrieben. Besser als sie kann man die Probleme mit öffentlichen Abfallkörben nicht vermitteln.
In gemeindlichen Abfallkörben finden sich – Zitat Heupel: „gefüllte Windeln, benutzte Damenbinden, Fleischabfälle, Essensreste etc.“. Da die Abfalleimer wegen fehlender Personalkapazität der Bauhöfe nicht täglich geleert werden können, gibt es die Dauerprobleme Gestank von verwesendem Fleisch, Schimmel- und bakteriell verseuchte Essensreste, Fliegen- und Wespenansammlungen, besonders natürlich im Sommer. Dies sei eine Zumutung für die Anwohner, aber auch die gemeindlichen Mitarbeiter, die den Abfall entsorgen müssen.“
Diese Probleme gab es auch in Bornheim. Appelle haben nichts gebracht. Insoweit habe ich die öffentlichen Mülleimer vor Jahren abbauen lassen. Das Ergebnis ist: In Bornheim nimmt man die Abfälle mit nach Hause. Nur ganz wenige lassen ihren Abfall zurück. Und das Schöne an Bornheim ist: Unsere Anlieger haben Gemeinsinn. Sie nehmen den wenigen hingeworfenen Müll ohne Worte weg, sodass es heute ohne Abfallkörbe sauberer ist als früher mit Abfallkörben! Danke an alle Mitbürgerinnen und Mitbürger, dass es dank des großen Gemeinsinns in Bornheim auch ohne Abfallkörbe funktioniert.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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03August

Der flotte Feger / Prüfung Grabmale auf Standfestigkeit

Im wahrsten Sinn des Wortes: Statt mühsam, mit viel Zeitaufwand und händisch mit Besen durch den Bauhof, erfolgt die Straßenreinigung an den gemeindlichen Gebäuden und Flächen zwischenzeitlich maschinell, und zwar durch die Firma „Flotte Feger“ aus Landau.

Flotte Feger web Der Flotte Feger bei der Straßenreinigung am Kindergarten

„We kehr for you“ – „Wir kehren für Sie“ – nach diesem Motto werden seit März alle zwei Wochen die Bürgersteige und Straßen um die gemeindlichen Grundstücke maschinell gereinigt. Wofür händisch Tage benötigt wurden, das ist maschinell in gut zwei bis drei Stunden erledigt – und dies wetterunabhängig.
Die Kehrqualität ist gut – zumindest gab es diesbezüglich bisher keine negativen bürgerseitigen Rückmeldungen. Die Kosten für alle Gemeindeobjekte liegen bei 148 € brutto pro Kehrdurchgang. Das ist deutlich kostengünstiger als die bisherige Handarbeit. Die Jahreskosten der Straßenreinigung insgesamt kommen beim zweiwöchigen Turnus auf ca. 3.550 €/Jahr. Hinzu kommen die Abfallgebühren für den Kehricht.

Die Prüfung der Grabmale auf Standfestigkeit erfolgt künftig extern

Nach § 9 der Unfallverhütungsvorschrift Friedhöfe ist die Gemeinde als Friedhofsbetreiber verpflichtet, dass die Grabmale jährlich mindestens einmal auf ihre Standfestigkeit überprüft werden. Die Prüfung erfolgt nach der Frostperiode und darf nur durch fachkundige Personen durchgeführt werden.
Vor dem Hintergrund der Erfordernis der Sachkunde und der damit notwendigen permanenten Weiterbildung sowie dem Vermeiden von Anfechtungen der Prüfergebnisse erfolgt die Standsicherheitsprüfung der Grabmale deshalb künftig nicht mehr durch den Bauhof, sondern durch eine hierauf spezialisierte Firma. Die Jahreskosten für die Grabmalprüfung betragen bei der derzeitigen Anzahl der Grabstätten ca. 120 €/Jahr bzw. 0.72 €/Grabmal.

Hinweis:
Unabhängig von der Prüfpflicht des Friedhofsbetreibers bleibt nach der Friedhofsatzung die Verkehrssicherungspflicht für die Grabmale originär bei den Nutzungsberechtigten. Hiernach ist von diesen mindestens zweimal im Jahr die Standsicherheit zu prüfen.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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27Juli

„Wein trifft (Sperr)müll - Ein freundlicher Mitbürger hat Ihnen etwas hingestellt

Im einen Fall ist es eine freudige Überraschung, z.B. ein Präsent zum Geburtstag oder gesundes Obst und Gemüse vom Nachbarn. Leider viel häufiger sind es jedoch unliebsame Überraschungen, vor allem illegale Müllentsorgungen.
Eine solch unliebsame Überraschung hat jetzt Bernd Schweikart aus Essingen in seinem Weinberg in der Gemarkung „Auf der Höhe“ vorgefunden, nämlich einen sorgfältig zerlegten Schrank aus Spanplatten. „Wein triff Sperrmüll“, so kann man es in moderner Marketingsprache formulieren.

Illegaler Mll web

„Wein trifft (Sperr)müll“ –Kunst oder Straftat?

Die Frage, die sich dann jeder Grundstückseigentümer stellt, ist: Wer ist für die ordnungsgemäße Beseitigung dieser unliebsamen Geschenke zuständig und damit hierfür verantwortlich? Wenn man die Bürger fragt, gibt es unterschiedliche Meinungen. In der Regel ist die Antwort „der Grundeigentümer“ oder „die Ortsgemeinde“.
Beide Antworten sind, wenn es um illegal entsorgten Müll auf Privatgrundstücken geht, falsch.
Die richtige Antwort ist: Wenn es um illegal entsorgten Müll auf Privatgrundstücken geht und der Verursacher nicht feststellbar ist, dann ist es nicht der Grundeigentümer und nicht die Ortsgemeinde, sondern nach § 16, 2 Landeskreislaufwirtschaftsgesetz der öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger, in diesem Fall die Kreisverwaltung. Die Pflicht von Eigentümern bzw. Besitzern von Grundstücken ist nach § 16,4 LKrWG nur, dass „ihnen bekanntgewordene Ablagerungen von gefährlichen Abfällen auf ihren Grundstücken unverzüglich der zuständigen Behörde – das ist der Kreisverwaltung – anzuzeigen“ sind. Konkret heißt das: Der Eigentümer bzw. Besitzer eines Grundstücks, auf dem Müll illegal abgelagert ist, ruft die Telefonnummer
06341/940 421 an, meldet die Ablagerung und dann wird der Müll behördlicherseits abgeholt.
Auf öffentlichen Grundstücken gilt eine andere Regelung. Hier haben die jeweiligen Körperschaften, auf Gemeindegrundstücken die Ortsgemeinde, die illegal entsorgten Abfälle selbst zusammenzutragen und diese dann dem öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger zu überlassen.
Für die Gemeinde Bornheim heißt das, dass der Bauhof den auf Gemeindegrundstücken illegal entsorgten Müll einsammelt und dann auf der Deponie in Edesheim kostenfrei entsorgt.
Nach dem Bußgeldkatalog Umweltschutz Rheinland-Pfalz beim hier abgelagerten Sperrmüll wäre für den illegalen Entsorger in der Kategorie „mehrere Gegenstände über 100 Kilogramm“ ein Bußgeld zwischen 511 bis 2.556 € fällig.
Wer glaubt, er müsse bei unserem extrem bürgerfreundlichen Entsorgungssystem Sperrmüll in der Landschaft abladen, dem ist nicht zu helfen. Schließlich gibt es feste Sperrmülltermine. Bei Bedarf besteht sogar die Möglichkeit, zweimal im Jahr individuell Sperrmüll anzumelden und vor der Haustür abholen zu lassen, und dies kostenlos. Warum also die Umwelt und andere Mitbürger durch illegale Müllentsorgung schädigen und selbst eine Ordnungswidrigkeit begehen?
Wenn Sie jemanden beim illegalen Entsorgen beobachten, notieren Sie die Fahrzeugnummer, informieren Sie das Ordnungsamt. Rücksichtnahme ist hier fehl am Platz. Illegale Müllentsorgung ist kein Kavaliersdelikt!

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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24Juli

Seniorenausflug 2018

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

hiermit lade ich Sie herzlich ein zu unserem Seniorenausflug am Mittwoch, 5. September 2018 nach Miltenberg.

Die Fahrt führt uns in einem 4*-Fernreisebus der Fa. Lösch von Bornheim über Landau, Speyer, Heidelberg, durch das herrliche Neckartal über Eberbach nach Miltenberg. Wir beginnen um 10.45 Uhr mit einer interessanten Stadtführung, bei der Sie vieles über Miltenbergs stolze Geschichte erfahren (für Gehbehinderte gibt es eine gesonderte Führung). Anschließend unternehmen wir eine 2-stündige Schiffsrundfahrt auf dem Main. Hier kann das Mittagessen eingenommen werden. Wieder in Miltenberg angekommen, haben Sie noch Zeit zur freien Verfügung bis um 16.00 Uhr die Rückfahrt angetreten wird.

Die Busfahrt, die Schifffahrt und die Stadtführung sind für Mitbürgerinnen und Mitbürger, die 2018 das 65. Lebensjahr vollendet haben, frei. Begleitpersonen bezahlen 10,-- €.
Abfahrt ist am 5. Sept. um 08.00 Uhr am Dorfgemeinschaftshaus.

Die Anmeldungen, die Ihnen per Briefkasteneinwurf zugehen, sollten bis spätestens Freitag, 17. August 2018 im Rathaus in den Briefkasten eingeworfen bzw. abgegeben werden. Eine Anmeldung per Email unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ist ebenfalls möglich. Ich freue mich auf Ihre Teilnahme.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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24Juli

Die musikalische Früherziehung ein besonderes Angebot unseres Kindergartens

Vielen Bornheimerinnen und Bornheimern liegt die musikalische Bildung unserer Kinder sehr am Herzen. Von daher erreicht mich immer wieder die Frage, wie es damit in unserem Kindergarten aussieht.
Hier kann ich nur sagen: Unser Kindergarten bietet ein gutes musikalisches Angebot. Denn musikalische Früherziehung ist ein wichtiger Baustein in der Bornheimer Kindergartenarbeit.
So gibt es das Angebot des Trägers, der Pfarrei St. Augustinus, zur Teilnahme an einer Singgruppe, geleitet von Juliana Beimborn, zum einen für Kinder im Alter 3-6 Jahre (Donnerstags von 14.30 – 15.00 Uhr), zum andern für ältere Kita-Kinder, die Kinder der Schulkindbetreuung und interessierte Geschwister ab Jahrgang 2011 (Donnerstags ab 15.00 -15.45 Uhr). Hier werden musikalische Grundkenntnisse vermittelt, durch Atem- und Stimmschulung wird auf das Singen vorbereitet. Zudem haben die Kinder die Möglichkeit, das Erlernte und Geübte öffentlich vorzuführen. Die Mitwirkung in der Singgruppe ist kostenlos.
Vertiefend gibt es noch ein spezielles zusätzliches Angebot zur musikalischen Früherziehung von Ute Thomas aus Maikammer, zum einen den Kurs „Musik erleben ab Drei“ montags von 9.00-9.45 Uhr sowie die „Musikalische Früherziehung“ für Kinder von 4-6 Jahren von 10.00-10.45 Uhr, jeweils im Dorfgemeinschaftshaus. Diese Kurse kosten 25 € pro Kind im Monat. Geschwisterkinder zahlen 15 €. Musikalische Frherziehung web

Musikalische Früherziehung – ein Angebot von Ute Thomas für Bornheimer Kindergartenkinder im Dorfgemeinschaftshaus

Musikalische Früherziehung trägt zur Persönlichkeitsentwicklung bei. Sie stärkt das Sozialverhalten und den Zusammenhalt der Kinder untereinander. Insoweit ist das musikalische Angebot unseres Kindergartens ein wichtiger Beitrag für eine gute Entwicklung unserer Kinder. Hierfür herzlichen Dank.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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17Juli

Die unbekannten Einwohner Bornheims Beatrix Kammerer zeigt sie uns

Es ist für einen Bürgermeister schon eine große Herausforderung, die Namen von bald 1.700 Bornheimerinnen und Bornheimern zu kennen. Unmöglich ist es, das, was in Bornheim „kreucht und fleucht“, das ist die Vielzahl der Arten von Fauna und Flora zu kennen. Weltweit sind ca. 2 Millionen Arten beschrieben, davon allein an die 400.000 Gefäßpflanzen- und ca. 1 Million Insektenarten. Insoweit wäre es eine vergebliche Mühe, alles, was in Bornheim an Arten lebt, kennen zu wollen. Was man jedoch sollte ist, sich die Vielfalt und die Schönheit der Natur immer wieder bewusst zu machen, sich daran zu erfreuen und als Konsequenz daraus sie zu schützen.

Was es an Schönheit und Vielfalt bei Flora und Fauna in der Bornheimer Gemarkung gibt, das zeigt uns Beatrix Kammerer aus Dammheim in loser Reihenfolge in Form von Fotos, die man auf unserer Homepage www.storchendorf-bornheim.de immer wieder abrufen und bewundern kann.

Beatrix Kammerer web

Beatrix Kammerer aus Dammheim in ihrem Element: mit ihrer Nikon Bridgekamera beim Fotografieren von Raritäten, Außergewöhnlichem, Schützenswertem, Verborgenem und Seltenem in Makro, hier auf der EhDa-Fläche an der Kirchstraße

Ausgangspunkt war ein grün schillernder Käfer auf einer Kokardenblume, den Beatrix Kammerer in einem halb verwilderten Garten vorfand. Die Frage, mit was sie es zu tun hat, ließ sie nicht los. Sie wälzte Bestimmungsbücher, durchforstete das Internet. Was früher von ihr als bedeutungslos wahrgenommen wurde, das weckte nun ihre Neugier. Sie wurde zur „Insektenjägerin“ und hält diese nun in Form von Makroaufnahmen fest. Nutznießer sind jetzt wir Bornheimer, haben wir künftig doch die Gelegenheit, auf unserer Homepage immer wieder neue Mitbewohner in ihrer Schönheit und Vielfalt kennenzulernen. Beatrix Kammerer Gottesanbeterin web

Mantis religiosa – die Europäische Gottesanbeterin auf der EhDa-Fläche an der Kirchstraße – eines von vielen faszinierenden Fotos von Beatrix Kammerer

Schauen Sie auf unsere Homepage, lernen Sie Flora und Fauna Bornheims mit den Augen von Beatrix Kammerer kennen. Es lohnt sich!

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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17Juli

Wofür die Bornheimer Schafe gut sind? Klasse der Paul Moor-Schule auf Besuch in Bornheim

Nüchtern betrachtet sind die Schafe fleißige Helfer. Sie halten den Hofgraben sauber und sorgen damit für einen guten Wasserabfluss nach Starkregen. Die Beweidung der gemeindlichen Wiesen – ausgewiesen als ökologische Ausgleichsflächen – fördert die Blühpflanzen und damit die Wild- und Honigbienen. Das Beweiden statt Mulchen der landwirtschaftlichen Wege sichert das Überleben der Nützlinge, sodass diese von dort aus Schadinsekten in den landwirtschaftlichen Kulturen kurz halten können.

Paul Moor Schule web Klasse der Paul Moor-Schule aus Landau besucht die Bornheimer Schafe

Aber diese Leistung der Schafe ist in Bornheim nicht das Wesentliche. Es ist das Naturerlebnis, das sie den Bornheimer Kindern, aber auch vielen Erwachsenen bieten. Wenn jetzt auch noch Kinder aus Landau, im Konkreten eine Klasse der Paul-Moor-Schule mit ihrer Lehrerin Sandra Kalkowski den Weg nach Bornheim finden, um „unsere Schafe“ zu besuchen und dies noch mit Minigolfen und einem Super-Mittagessen im Freizeitcenter verbinden, dann freut mich das als Bürgermeister besonders. Und wenn dann noch mit dem Linienbus angereist wird, ist das das i-Tüpfelchen. Es zeigt, um nach Bornheim und zurück zu kommen, gibt es einen exzellenten Öffentlichen Personennahverkehr. Es lohnt sich, öfters in Bornheim das Auto stehen zu lassen und den Bus zu nehmen. Auch der Besuch der Paul-Moor-Schule zeigt erneut: Bornheim ist ein Ort, den zu besuchen es sich immer lohnt.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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17Juli

In Bornheim hat die Getreideernte begonnen

Seit dem 30. Juni rollen in der Bornheimer Gemarkung wieder die Mähdrescher. Als erstes wurde von Florian Damian der Winterhafer eingebracht. Derzeit läuft schwerpunktmäßig die Raps- und Durumernte. Es folgen Braugerste, Roggen und Winterweizen.
Zeitlich ist die Getreideernte in Bornheim dank gutem Wetter über die Wachstumszeit etwa zwei Wochen früher als letztes Jahr. Auch bei der Weinernte erwartet Martin Ladach vom Weinbauinstitut in Neustadt-Mußbach einen ungewöhnlich frühen Erntebeginn. Bernhard Bentz schätzt bei den frühen Rebsorten den Beginn der Weinlese schon Ende August. Die Hauptlese wird statt im Oktober im September sein. All dies ist extrem früh und ein Ergebnis der Klimaänderung.

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Rapsernte auf dem Feld von Gerhard Bach – Vorsitzender der Bornheimer Bauern- und Winzerschaft – Abtransport der Ernte durch das landwirtschaftliche Lohnunternehmen Karlheinz Neeb aus Queichheim

In Nord- und Ostdeutschland, aber auch in Dänemark, Polen und den baltischen Staaten wird wegen dortiger großer Trockenheit eine deutlich geringere Ernte erwartet. Für Bornheim ist die Ernteerwartung unserer Landwirte tendenziell die eines Normaljahres. Der Starkregen im Juni hat im Gegensatz zu anderen Regionen in Rheinland-Pfalz zu nur geringen Schäden im Getreide geführt. Insoweit ist man für dieses Jahr zufrieden.
Immer frühere Erntebeginne, so gut dies im Einzelfall ist, müssen uns jedoch nachdenklich machen. Denn sie sind Belege für den Klimawandel, der uns nicht nur wärmere Jahre beschert, sondern künftig auch mehr Extremwetterereignisse wie z.B. Starkregen etc. mit im Einzelfall gravierenden negativen Folgen. Von daher gehören Klimaschutzmaßnahmen zu den vordringlichen politischen Hausaufgaben.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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26Juni

Zukunft Weinbau - Bornheim immer wieder von Wissenschaftlern präferierter Standort der Ökosystemforschung

„Novisys – Weinbau mit Zukunft“ – das ist ein Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Bernhard Bentz ist hierbei einer von 16 Winzern, die der Universität Landau an acht Standorten Versuchsflächen zur Verfügung stellen. Pro Standort werden dabei ökologisch und konventionell bewirtschaftete Flächen, die jeweils mit pilzwiderstandsfähigen und traditionellen Rebsorten bepflanzt sind, verglichen. In Zusammenarbeit mit der Bundesforschungsanstalt für Rebenzüchtung Geilweilerhof werden die Auswirkungen der unterschiedlichen Bewirtschaftung, vor allem des Anbaus pilzwiderstandsfähiger Sorten im Minimalschnitt, auf die Artenvielfalt und die natürliche Schädlingskontrolle in den Weinbergen erfasst.

Nützlinge und Schädlinge - Wer frisst den Weinbergsschädling?

Nützlinge sind Organismen, die durch ihre räuberische oder parasitische Lebensweise "von Nutzen“ für die landwirtschaftliche Produktion, hier für den Winzer sind. Leider werden die Nützlinge immer wieder durch Unkenntnis bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln vernichtet. Folge sind die Vermehrung von Schädlingen und ein zusätzlicher Chemieeinsatz, der bei einer guten Nützlingsbewirtschaftung vermeidbar ist und dem Winzer zusätzlich Kosten spart.

Die Untersuchung umfasst drei Arbeitsschwerpunkte:

- Anhand von Blattproben wird das Vorkommen von Raub- und Schadmilben erfasst.

Raubmilben (Typhiodromus pyri) sind die wichtigsten Nützlinge im Weinbau, da sie die Schadmilben, z.B. die Obstbaumspinnmilbe (Rote Spinne) fressen.

- Durch Klopfproben wird die Anzahl der auf den Reben befindlichen Arthropoden (das sind Insekten, Spinnen, Tausendfüßer u.a.) erfasst. Dies gibt Aufschluss über die gesamte Biodiversität. Das Vorkommen spezifischer Nützlinge kann so bewertet werden. 

- Das Ausbringen von mit Eiern belegten Ködern des Bekreuzten Traubenwicklers (Lobesia botrana) ergibt Aufschluss über den natürlichen Prädationsdruck auf diesen Rebschädling. Je mehr Köder gefressen sind, umso mehr Nützlinge gibt es.

- Als Erweiterung dazu werden Köder mit Eiern und Puppen des Bekreuzten Traubenwicklers und Puppen der Fruchtfliege (Drosophila melanogaster) in den Weinbergen gefilmt. Die Auswertung der Filme zeigt, welcher Nützling die Eier und Puppen der Schadinsekten frisst. Dies ermöglicht die qualitative und quantitative Erfassung räuberischer Arthropoden.

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Konrad Theiss von der Universität Landau mit Filmkamera und Köderblättern beim Monitoring räuberischer Nützlinge gegen Rebschädlinge im Cabernet blanc Weinberg von Bernhard Bentz an der Dammheimer Straße (links am rot markierten Rebtrieb ein mit Eiern und Puppen von Rebschädlingen beklebtes weißes Papier; daneben auf Stativ eine der eingesetzten Kameras zum Filmen von Nützlingen, wenn sie die Eier und Puppen auf dem weißen Blatt wegfressen)
Die These ist, dass die Reduktion der Pflanzenschutzmittel einen positiven Effekt auf die Biodiversität und die natürliche Schädlingskontrolle hat. Ich bin gespannt, was die Ergebnisse sein werden. Vor allem freue ich mich, dass Bornheim dank innovativer, wissbegieriger Landwirte und Winzer immer wieder Feldlabor für die naturwissenschaftliche Forschung ist.

Weitere Informationen zum Projekt können unter http://www.zukunft-weinbau.de/ nachgelesen werden.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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22Juni

Die Baumkontrollen – eine Maßnahme für Ihre Sicherheit

Es ist wieder soweit, die Baumkontrolleure Dirk Baumgärtner und Steffen Groß sind wieder in Bornheim unterwegs.

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Steffen Groß vom Sachverständigenbüro Dirk Baumgärtner bei der Sicherheitskontrolle der gemeindlichen Bäume – hier der Eiche am Dorfgemeinschaftshaus

Kontrolliert werden alle gemeindlichen Bäume innerhalb der Ortslage. Am Hofgraben werden nur die Bäume untersucht, von denen eine Gefahr ausgehen könnte. Insgesamt werden 336 Bäume begutachtet, die sicherheitsrelevanten Probleme dokumentiert und der Gemeinde baumweise die zu treffenden Maßnahmen vorgegeben. Die Umsetzung ist dann die Aufgabe des Bauhofes.
Es wird jährlich zweimal kontrolliert, je einmal im belaubten (Sommer-) und im unbelaubten Zustand (Winterkontrolle). Im Vordergrund steht die "fachlich qualifizierte Inaugenscheinnahme vom Boden aus". Bleiben danach Zweifel an der Bruch-oder Standsicherheit wird eine eingehende Untersuchung durchgeführt, zum Beispiel mit einem Resistograph (Bohrwiederstandsmessgerät).
Die Pflicht zur Baumkontrolle ergibt sich aus der „Verkehrssicherungspflicht“. D.h. dass jeder Baumeigentümer dafür zu sorgen hat, dass von einem Baum keine Gefahr ausgeht bzw. er entsprechende Vorkehrungen trifft, um Dritte zu schützen (z.B. durch Zugangssperrung). Wer die Baumkontrolle nicht durchführt und nicht schriftlich dokumentiert, haftet für Schäden, die durch einen Baum verursacht werden (z.B. durch umstürzende Bäume, herabfallende Äste etc.).

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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19Juni

Mit weniger Insektengift voller Rapsertrag

Ein guter Landwirt zu sein erfordert unheimlich viel Wissen, und das in vielen verschiedenen Bereichen. Ein Beispiel hierfür ist der Rapsanbau.
Wie man die Natur schont und dennoch hohe Rapserträge erntet, das kann man bei Bernhard Bentz lernen.
Zwar ist Raps überwiegend ein Windbefruchter. Dennoch können Bienen den Befruchtungserfolg durch Bestäubung deutlich steigern, vor allem in Zeiten der Blüte, wo wenig Wind weht. Nachgewiesen von der Universität für Bodenkultur Wien ist ein Mehrertrag von 10 - 15% im Durchschnitt, in windschwachen Zeiten zur Blüte deutlich mehr. 1 Tonne mehr Rapssamen je Hektar ist auch wirtschaftlich wichtig für die Ökonomie.

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Wanderbienen am Rapsfeld von Bernhard Bentz in der Gewann „Waldäcker im Unterwald“ – durch die Bienen bessere Bestäubung, mehr Ertrag

Insoweit ist es als Landwirt klug, mit Wanderimkern zusammenzuarbeiten.
Aber so einfach ist es für den Landwirt nicht! Denn es gibt u.a. noch Rapsstängelrüssler, Kohltriebrüssler und Rapsglanzkäfer, die eine gute Rapsernte bedrohen.
Üblicherweise werden diese mit Insektiziden bekämpft. Diese sind wiederum i.d.R. bienengefährlich. Deshalb sollen diese Mittel erst abends nach dem Bienenflug ausgebracht werden bzw. sollten während der Blüte möglichst durch bienenungefährliche Mittel ersetzt werden. Problem des Bieneneinsatzes in gespritzten Rapsflächen sind häufig Überschreitungen des Rückstandshöchstgehalts an Insektiziden im Honig.
Der verantwortungsvolle Landwirt minimiert daher den Insektizideinsatz, wendet ihn nur an, wenn die Ernte bedroht ist.
Wer in der Gemarkung im Frühjahr unterwegs ist, trifft an Rapsfeldern auf sogenannte „Gelbschalen“, wie sie u.a. Bernhard Bentz einsetzt.

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Heike Bentz mit einer Gelbschale zum Käfermonitoring an einem Rapsfeld

In den Gelbschalen werden Rapsstängelrüssler und Kohltriebrüssler gefangen, alle drei Tage ausgezählt und darüber die Schadschwelle bestimmt. Wenn beim Rapsstängelrüssler weniger als fünf Käfer, beim Kohltriebrüssler weniger als 15 Käfer pro Gelbschale und beim Rapsglanzkäfer in schwachen Beständen weniger als fünf Käfer, bei wüchsigen Beständen weniger als zehn Käfer pro Rapspflanze gezählt werden, dann kann der Landwirt auf den Insektizideinsatz verzichten.
Die Schadschwelle wurde bei den Rapsfeldern von Bernhard Bentz dieses Jahr in allen Rapsfeldern unterschritten. Von daher hat er auf den bienengefährlichen Insektizideinsatz während der Rapsblüte verzichten können, zum Wohl der Bienen, aber auch der Menschen, die von diesen Feldern einen Honig ohne Rückstandsüberschreitungen genießen können.
Warum in der Bornheimer Gemarkung die Schadschwellen tendenziell unterschritten werden, das wurde in der Rheinpfalz am Sonntag vom 3. Juni sehr schön beschrieben. Denn nach Erkenntnissen der Universität Würzburg „muss man nur dafür sorgen, dass am Boden lebende Laufkäfer und Spinnen auf die Rapsfelder kommen. Sie fressen die Käferlarven, wenn diese sich zum Verpuppen auf den Boden fallen lassen. Dazu brauche es lediglich einige wiesenartige Areale, die möglichst nah an den Rapsfeldern liegen.“ Das heißt: An die Rapsfelder angrenzende ungemulchte Feldraine, Blühstreifen und erst nach der Rapsernte beweidete, mit Gras bewachsene landwirtschaftliche Wege sorgen dafür, dass sich doppelt so viele Laufkäfer auf dem Rapsfeld tummeln wie ohne die wiesenartigen Bereiche. Dies zeigt wiederum: Die Schonung von Nützlingen durch Erhalt wiesenartiger Bereiche, sei die Fläche noch so klein, lohnt sich. Denn jegliche sinnvolle Vermeidung von Insektizideinsatz spart dem Landwirt die Spritzkosten, schont die Bienen. Dadurch steigt der Rapsertrag, was dem Landwirt mehr Geld bringt. Der Imker hat den Vorteil, dass er gesunden Honig anbietet, dessen Insektizidgehalt unter den zulässigen Rückstandswerten liegt, vor allem aber seine Bienenvölker stark bleiben und den Winter überleben.
Insoweit ein Dankeschön an Bernhard Bentz und alle Landwirte, die Bienen aktiv zur Bestäubung einsetzen, die durch die Zulassung von wiesenartigen Situationen im Umfeld der Felder, seien sie noch so klein, und durch Anwendung des Schadschwellenprinzips den Einsatz von Insektiziden auf das zwingend Notwendige verringern. Für Bornheim ist dies besonders wichtig insoweit, als die Ackerflächen nördlich der Hornbachstraße Wasserschutzgebiete für die Brunnen am Wasserwerk sind, die Ackerflächen südlich der Hornbachstraße an die Trinkwassergewinnungsbereiche der Stadt Landau angrenzen.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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19Juni

Bornheim beim Starkregen am 11. Juni gut weggekommen

„Landau schwimmt“, „Land unter in Landau“, das sind die Beschreibungen für das, was der Starkregen am 11. Juni (Montagabend) in Landau ausgelöst hat.
Auch in Bornheim gab es Starkregen, der in kurzer Zeit den Hofgraben – unseren Vorfluter – fast bis an den Grabenrand füllte. Nur noch 20 - 50 cm am Wasserspiegel fehlten, dann wäre der Hofgraben über die Ufer getreten und der Hofgraben-Fußweg zwischen den Wohngebieten Steinsteg und Krautgarten überschwemmt worden.
Ganz offensichtlich wurde bei diesem Starkregenereignis die Bedeutung der Regenrückhaltebecken und der Versickerungsmulden entlang des Hofgrabens. Diese sind über das Jahr hinweg im Grundsatz fast immer komplett trocken. Jetzt waren sie fast bis oben an den Rand hin gefüllt und nahmen relevante Wassermengen zusätzlich auf.
Es war faszinierend zu beobachten, wie gut das Abflussregime des Hofgrabens funktioniert hat. Es hat, wie es wasserwirtschaftlich zum Schutz der Unterlieger gefordert ist, zuerst das Wasser im Hofgraben, in den Sickermulden und in den Rückhaltungen gesammelt und dann – um einige Stunden zeitversetzt – systematisch abgegeben. Durch die hohe Aufnahmefähigkeit des Hofgrabensystems ist in Bornheim daher nichts passiert. Der zeitversetzte Abfluss des Hofgrabens schützt zudem die Unterlieger Zeiskam, Lustadt und Lingenfeld vor unnötig großen Wassermassen.
Auch wenn der Hofgraben über die Ufer träte, würden im Bereich der Wohnbebauung keine Straßen geflutet. Denn dann würde vorrangig das Ackergelände in der Gewanne Niederwiesen, das tiefer liegt als die Wohnbebauung, diese Wassermengen vorrangig aufnehmen. 
Wie das Entwässerungssystem des Hofgrabens aufgebaut ist, wie es funktioniert und wie der Hofgraben und die Regenrückhaltungen unterhalten und gepflegt werden, welche technischen und rechtlichen Regelungen – vom Wasserhaushaltsgesetz bis zum Naturschutzgesetz – einzuhalten sind, das erfahren Sie bei einem

Begang des Hofgrabens

am Donnerstag, 5. Juli, Treffpunkt Mörlheimer Brücke

Hierzu sind die Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen. Die Führung übernimmt Udo Adams von der Verbandsgemeinde. Denn als Gewässer 3. Ordnung liegt die Unterhaltung und Sicherung der wasserwirtschaftlichen Funktion des Hofgrabens nicht in der Zuständigkeit der Orts-, sondern der Verbandsgemeinde.
Innerorts gab es am 11. Juni nach der Homepage der Feuerwehr auf Grund des Starkregens vier Feuerwehreinsätze, zwei Einsätze in der Straße Am Hofgraben, einen Einsatz in der Wiesenstraße und einen Einsatz in der Straße In den Weppen. In allen vier Fällen drückte Wasser aus der Kanalisation bzw. floss Wasser von außen in den Keller. Da die Schäden gleich bemerkt wurden, wurden nicht mehr als 10 cm Wasserstand überschritten. Insoweit sind auch diese Hausbesitzer mehr oder weniger glimpflich davongekommen. Deutlich wurde die Bedeutung funktionsfähiger Rückschlagklappen sowie baulicher Maßnahmen, die Wassereintritt von außen ausschließen.
Danke an die Bornheimer Wehr, die wie immer vor Ort ist, wenn sie angefordert wird, aber auch Dank an unser Abwasserwerk, das uns auf Grund qualifizierter Bauplanung und Unterhaltung auch bei Starkregen einen voll funktionsfähigen Hofgraben bietet.
Der Dank geht auch an unsere Winzer, die durch eine fast flächendeckende Dauerbegrünung Erosion und Bodenabschwemmung in unserer Gemarkung minimieren.

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Dauerbegrünter Weinberg vermeidet am Hang Bodenabschwemmungen

Dauerbegrünte Weinberge lassen bei Starkregen mehr Wasser versickern und sie vermeiden die Bodenabschwemmungen.
Offenliegender Boden hat in der Bornheimer Weinbaufläche nur einen sehr geringen Flächenanteil

Starkregen2 web

Offenliegender Boden verschlammt, nimmt damit bei Starkregen kaum Wasser auf. Vielmehr fließt das Regenwasser ungebremst den Hang hinab und nimmt damit jede Menge wertvollen Boden mit mit der Gefahr der Wegeverschlammung. Dauerbegrünung ist daher nicht nur gut für den Naturschutz, sondern auch zur Erosionsvermeidung. Deutlich wird auch die Bedeutung dicht bewachsener Weinbergsraine. Auch diese können eine gewisse Menge Bodenschlamm aufnehmen und so die Wegeverschmutzung vermindern.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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12Juni

Das Schafschurfest war ein Erlebnis für Jung und Alt

Heiß und trocken – das war das richtige Wetter für die Schafschur letzten Sonntag.

Schafschurfest 2018 9

Fotos: Edmund Richter

Man sah: Die Schafe, die schon Erfahrung mit der Schur hatten, die genossen es richtig, ihre Wolle loszuwerden. Für Jürgen Fröhlich war es eine Schweiß treibende Arbeit. Ludwig Nicolai hatte den leichteren Part. Er assistierte und beantwortete dabei die vielen Fragen, die die Besucher hatten.
Eine der häufigsten Fragen war, was mit der Wolle passiert. Man habe jahrelang für die Wolle faktisch nichts bekommen. Jetzt habe man einen Abnehmer in Frankreich gefunden, der einen Preis von 1.80 € pro Kilogramm zahle. Je nach Größe des Schafes fallen 2 bis 4 Kilogramm Wolle an. Mit vielen Fragen zur Schur, aber auch zur Schafhaltung allgemein ging der Tag schnell vorbei.
Es waren viele junge Bornheimer Familien mit ihren Kindern gekommen, aber auch zahlreiche Ältere. Neben dem Erlebnis der Schur sorgten auch Speis und Trank – in diesem Fall von den Familien Fröhlich und Ludwig zubereitete Lammgulaschsuppe und Lammbratwürste – für gute Stimmung. Insgesamt war es eine schöne Veranstaltung, die nächstes Jahr wiederholt werden soll.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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