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Hier werden in loser Reihenfolge die Flora und Fauna der Gemarkung Bornheim vorgestellt. Wir möchten die Bornheimerinnen und Bornheimer für diese teilweise seltenen Tiere und Pflanzen sensibilisieren, um ihnen eine Zukunft zu ermöglichen. Naturschutz steht an erster Stelle, damit den derzeit noch vorkommenden Arten nicht das Verschwinden droht.

Beatrix Kammerer aus Dammheim hat sich auf die Suche nach unscheinbaren, unbeachteten oder seltenen Tieren und Pflanzen begeben und wird sie hier vorstellen.

27 März 2018

Acker-Ringelblume

Acker-Ringelblume

Diese zarte, sehr heilkräftige wilde Ringelblume bzw. Acker Ringelblume wächst, wie alle Ringelblumenarten, als einjährige, krautige Pflanze und zählt zu den geschützten Pflanzen. Das Blütenkörbchen weist einen Durchmesser von nur 1 bis 2 cm auf und ist somit recht unscheinbar. In Mitteleuropa gilt sie als wärmeliebende Art und wächst in Weinbergen, an Ackerrändern und Ruderalflächen auf nährstoffreichem, kalkhaltigem Lehmboden. Sie gilt bundesweit als stark gefährdet, kommt aber regelmäßig nur noch in Baden-Württemberg als vom Aussterben bedroht und in Rheinland-Pfalz als stark gefährdet vor. Diese entzückende, kleinblütige Ringelblume fand ich am westlichen Ende der Weinlehrzeile - vermutlich dort als Bienennahrung ausgesät.

13 März 2018

Esparsette

Esparsette

Die bezaubernde Esparsette gehört zu den Schmetterlingsblütlern und diente früher als wichtiges und nahrhaftes Futter für Arbeitspferde. Sie ist eine sehr alte, strauchige Kulturpflanze die eine Wuchshöhe von bis zu 1 m erreichen kann. Auch ist die Esparsette eine wichtige Nahrungspflanze für die Raupen des Esparsetten-Widderchens (schwarzer Schmetterling mit roten Flecken) und dient vielen Wildbienen und anderen Insekten als Nektarquelle. Fundort war die „Eh-Da-Fläche“ an der Kirchstraße.

13 März 2018

Faden-Ehrenpreis

Faden-Ehrenpreis

Der Faden-Ehrenpreis gehört zur Pflanzenfamilie der Wegerichgewächse und ist einer der ersten Blühpflanzen im Jahr, die den vielen hungrigen Insekten zur Verfügung steht. Die Pflanze ist im Frühjahr zu finden; die Blätter ziehen im Sommer ein. Auch deshalb und wegen des niedrigen Wuchses und der kurzen Blütezeit wird diese hübsche und zierliche Blütenpflanze oft übersehen. Der Faden-Ehrenpreis blüht auf Wiesen, an Wegen und in Gärten und ist gemeinhin als „Unkraut“ bekannt. Fundort ist zwischen Floßbach-Großgraben und Hornbach.

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13 März 2018

Skorpionsfliege

Skorpionsfliege

Die Skorpionsfliege gehört zur Familie der Schnabelfliegen. An ihrem rüsselartig verlängerten Kopf sitzen die beißenden Mundwerkzeuge, mit denen sie sich vor allem von toten und verletzten Insekten, manchmal auch von Nektar und Früchten ernährt. Ihren Namen hat die Skorpionsfliege, da das deutlich verdickte Genitalsegment am Hinterleib, welches meist nach oben gekrümmt getragen wird, an den Stachel eines Skorpions erinnert. Die gemeine Skorpionsfliege wurde als Insekt des Jahres 2018 gekürt. Gefunden habe ich dieses seltsame Wesen auf einer „Eh-Da-Fläche“ an der nördlichen Gemarkungsgrenze zwischen Dammheim und Bornheim.

13 März 2018

Rosa Heckenkirsche

Rosa Heckenkirsche

Diese rosa, bzw. rote Heckenkirsche wird auch als Tataren-Heckenkirsche bezeichnet und gehört zu den Geißblattgewächsen. Die Blüte findet zwischen Mai und Juni statt und wird überwiegend von Schwebfliegen besucht. Die Beeren sind eine willkommene Vogelnahrung. Außerdem dient die Heckenkirsche als Raupen-Futterpflanze für Geißblatt-Kappeneule und Doppelzahnspanner. Ich fand diesen überwältigenden Strauch im Frühjahr am Floßbach-Großgraben.

13 März 2018

Blutzikade

Blutzikade

Die Blutzikade gehört zur Familie der Rundkopfzikaden und verdankt ihren Namen ihrer auffälligen schwarz-roten Zeichnung. Sie wurde zum Insekt des Jahres 2009 gekürt. Man findet diese bis zu 10 mm große Zikadenart meist in warmen Biotopen, wo sie an Gräsern und Kräutern saugt. Fühlt sich dieses völlig unschädliche Insekt bedroht, kann es sich durch das enorme Sprungvermögen in Sicherheit bringen. Fundort ist die südliche Gemarkungsgrenze, vor dem Industriegebiet LD Ost.

13 März 2018

Blasenstrauch

Blasenstrauch

Der gelbe Blasenstrauch gehört unverkennbar zu den Schmetterlingsblütlern und kann bis zu 4 Meter hoch werden. Die schönen Blüten sind relativ groß und werden gerne von Hummeln und anderen großen Insekten besucht. Die lange Blütezeit dauert von Mai bis August. Daher findet man sowohl Blüten als auch die blasig aufgetriebenen, pergamentartigen Hülsenfrüchte gemeinsam am Strauch. Gefunden habe ich diesen Strauch an der nördlichen Gemarkungsgrenze neben der B272.


08 März 2018

Sumpfschwebfliege

Sumpfschwebfliege

Diese Sumpfschwebfliege fand ich am Floßbach-Großgraben. Sie ist meines Erachtens eine der schönsten Schwebfliegen. Mit etwa 10-15 mm Körperlänge ist sie relativ groß und wie alle Schwebfliegenarten äußerst nützlich bei der Bestäubung. Man trifft sie auf bunten Blumenwiesen, ebenso wie in Gärten, Gebüschen oder an Waldrändern. Die Larven entwickeln sich in stehenden Gewässern, teilweise auch in Pfützen.

08 März 2018

Wollschweber

Wollschweber

Der Wollschweber oder auch Hummelfliege genannt, ist stark behaart und gehört zu den Fliegen. Er kann blitzschnell von Blüte zu Blüte fliegen und wie ein Kolibri in der Luft stehen, um mit dem langen Rüssel den Nektar aus den Blüten zu saugen. Dieses „Wollknäuel“ fand ich im Frühling zwischen Floßbach-Großgraben und Hornbach.

08 März 2018

Feldwespe mit Beute

Feldwespe mit Beute

Die Feldwespe gehört zu den Faltenwespen und sieht den echten Wespen sehr ähnlich. Man kann sie gut an den hängenden Beinen erkennen, die sie im Flug baumeln läßt. Diese und viele andere Wespen sind ungefährlich und sehr nützlich, da sie „biologische Schädlingsbekämpfer“ sind. Im Laufe ihres Lebens sammelt sie unermüdlich Unmengen an Raupen und anderen kleinen Insekten. Wespennester müssen nicht zwingend entfernt werden – man kann gut „Tür an Tür“ mit diesen Nützlingen zusammenleben.

08 März 2018

Gottesanbeterin

Gottesanbeterin

Mantis religiosa, die Europäische Gottesanbeterin ist eine wärmeliebende Fangschrecke, die aus dem Mittelmeerraum zu uns gekommen ist und sich hier offensichtlich heimisch fühlt. Immer auf Beute lauernd, findet man sie in hohem Gras oder oberhalb Doldenblüten hängend. Ich fand sie auf einer „Eh-Da-Fläche“ an der Kirchstraße. Die Weibchen werden bis zu 75 mm lang, während die Männchen nur 60 mm erreichen. Man findet grüne bis bräunliche Tiere, die allerdings sehr gut getarnt sind. Sie wurde zum Insekt des Jahres 2017 gekürt.

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