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Hier werden in loser Reihenfolge die Flora und Fauna der Gemarkung Bornheim vorgestellt. Wir möchten die Bornheimerinnen und Bornheimer für diese teilweise seltenen Tiere und Pflanzen sensibilisieren, um ihnen eine Zukunft zu ermöglichen. Naturschutz steht an erster Stelle, damit den derzeit noch vorkommenden Arten nicht das Verschwinden droht.

Beatrix Kammerer aus Dammheim hat sich auf die Suche nach unscheinbaren, unbeachteten oder seltenen Tieren und Pflanzen begeben und wird sie hier vorstellen.

27 April 2018

Weintrauben

Weintrauben

Eine Aufnahme einer Weintraube aus einem der Weinstöcke des Weinlehrpfades am Ortsausgang von Bornheim Kirchstraße Richtung B 272. Dort sind 34 Rebsorten erfahrbar.

27 April 2018

Schildkäfer

Schildkäfer

Schildkäfer werden ca. 6–11 mm lang und man findet sie in trockenen, warmen Lebensräumen. Diese Blattkäfer und deren Larven sind Pflanzenfresser und ernähren sich hauptsächlich von Disteln. Die beiden grünlichgoldenen Käfer Cassida bergeali und Cassida vibex sind sich sehr ähnlich und lassen sich nur durch die Wahl ihrer Nahrungspflanzen unterscheiden. Cassida vibex findet man in der Regel an Ring- oder Kratzdistel, Cassida bergeali an der Wiesen-Flockenblume. Fundort war bei diesem Schildkäfer die „Eh-Da-Fläche“ an der nördlichen Gemarkungsgrenze von Bornheim.

27 April 2018

Bohrfliegenpaarung

Bohrfliegenpaarung

Bei dem hier abgebildeten Bohrfliegenpaar sollte es sich um Chaetorellia jaceae handeln, die man von Juni bis August an Wiesen, auf Ruderalflächen oder an Waldrändern antrifft. Die Weibchen sind mit einem Legebohrer ausgestattet, der für die Eiablage benötigt wird. Nach der Paarung stechen die Weibchen ihre Eier in die Knospen von Flockenblumen oder Kratzdistel. Die geschlüpften Larven entwickeln sich im Innern der Blütenköpfe, wo im Herbst die Verpuppung und Überwinterung stattfindet. Diese winzigen Fliegen erreichen eine Flügellänge von 3,4 bis 4,4 mm und fliegen von Juni bis August. Gefunden habe ich diese Bohrfliegen an der nördlichen Gemarkungsgrenze neben der B 272.

27 April 2018

Keulenschwebfliege

Keulenschwebfliege

Die Gemeine Keulenschwebfliege wird auch als kleine Mistbiene bezeichnet. Sie erreicht eine Länge von 7 bis 9 mm und hat einen sehr schlanken Körperbau. Auffallend sind die keulenartig verdickten Oberschenkel. Man trifft sie an Gewässern, Feuchtbiotopen, Wiesen sowie Feldern in Parks und Gärten, von April bis Oktober vorzugsweise an Doldenblüten an. Ihre Larven ernähren sich von faulendem und verrottendem organischem Material, beispielweise im Kompost oder Mist. Das Foto entstand in der Nähe der „Eh-Da-Fläche“ an der nördlichen Gemarkungsgrenze zwischen Dammheim und Bornheim.

27 April 2018

Stahlblauer Grillenjäger

Stahlblauer Grillenjäger

Dieser eindrucksvolle Stahlblaue Grillenjäger ist eine Langstielgrabwespe. Die Körperlänge dieser Grabwespe beträgt etwa 15 bis 20 mm. Ihr Nest legt sie in den verschiedensten oberirdischen Hohlräumen an, beispielsweise in Halmen vom Riesenschilf, Bienen-Nisthilfen, in Löchern morscher Stämme, hohlen Zweigen usw. Die Larvennahrung, die in die bis zu sechs hintereinander angelegten Brutzellen eingetragen wird, besteht aus den verschiedensten Schreckenarten und wird anschließend mit Grasbüscheln verschlossen, die oft noch aus den Röhren herausragen. Die erwachsenen Tiere ernähren sich hauptsächlich vom Pollen und Nektar der Goldruten und Mannstreu. Da diese Grabwespe sehr wärmebedürftig ist, findet man sie in Siedlungsbereichen, Streuobstwiesen, sonnigen Hängen und Waldrändern. Der Fundort war die südliche Gemarkungsgrenze, neben dem Industriegebiet Landau Ost.

27 April 2018

Mistbiene

Mistbiene

Die Mistbiene, auch Schlammbiene oder Scheinbienen Keilfleckschwebfliege genannt, ist eine größere, auffällige Schwebfliegenart. Sie erreicht eine Körperlänge von ungefähr 14 bis 18 mm. Man kann sie von März bis Oktober an Korb- und Doldenblüten beobachten. Sie ist hauptsächlich in ländlichen Gebieten anzutreffen, dort wo es auch für die in Jauchegruben oder im Schlamm von Tümpelrändern lebenden Larven Entwicklungsmöglichkeiten gibt. Die Larven filtern Bakterien und faulende Pflanzenteile aus dem Wasser und tragen damit auch zur Klärung von Abwässern bei. Ich fand sie in der Nähe des Weihers beim Floßbach-Großgraben.

13 April 2018

Rotsaum Blattkäfer

Rotsaum Blattkäfer

Der 6 bis 9 mm groß werdende Rotsaum-Blattkäfer wird auch Blutiger Blattkäfer genannt. In sandigen Gebieten mit größeren Vorkommen von Leinkräutern findet man den kleinen Blattkäfer noch zahlreicher. Ansonsten ist er in Mitteleuropa seltener geworden. Diesen Käfer fotografierte ich in der Nähe der Gruppenwasserwerke-Bornheim, in einem Brennnesselbestand am Ackerrand.

13 April 2018

Wildbiene an Salweide

Wildbiene an Salweide

Bei dieser Wildbiene handelt es sich vermutlich um eine Frühlings-Seidenbiene, die ca. 13 bis 15 mm lang wird. Pollen und Nektar sammelt sie ausschließlich von den verschiedensten Weidenarten. Ihr Lebensraum sind Sand- und Kiesgruben, Flussauen, Dünen und Hochwasserdämme. Die waagerecht ausgerichtete Bruthöhle wird gerne in lockerem Sandboden angelegt. Dort überwintert die Biene auch, als bereits fertig entwickeltes Insekt. Ich fand diese Biene an einer Salweide am Wegesrand zwischen Floßbach-Großgraben und Freizeitcenter Bornheim.

13 April 2018

Behaartes Schaumkraut

Behaartes Schaumkraut

Das Behaarte Schaumkraut wird auch als Ruderal-Schaumkraut, Gartenschaumkraut, Viermänniges Schaumkraut oder Vielstängel-Schaumkraut bezeichnet und gehört zur Familie der Kreuzblütler. Es ist allgemein als lästiges Unkraut im Garten bekannt, da die Pflanze ihre Samen bis zu 1,4 m weit ausgestreut. Dadurch vermehrt es sich rasant. Das Schaumkraut hat aber auch seinen Nutzen; Einerseits ist es sicherlich frühe und willkommene Futterquelle für Insekten und andererseits können die frischen Blätter, Blüten und Knospen des Krauts dem Salat als Vitamin-C reiches Gewürz mit leicht scharf-bitterem, kresseähnlichem Geschmack beigegeben werden. Fundorte gibt es überall – auf Äckern, Wiesen, Wegesrändern, Gärten und Weinbergen.


13 April 2018

Breitstreifiger Erdkäfer

Breitstreifiger Erdkäfer

Der wärmeliebende, Breitstreifige Erdkäfer oder auch Knochenkäfer genannt, wird zwischen 3 und 13 mm groß. Er kann durch Reiben des Hinterleibs an den Flügeldecken zirpende Geräusche erzeugen. Man findet ihn an sandigen Stellen mit wenig Bewuchs. Dort sucht er nach trockenem Aas, alten Knochen, Lappen, Fellen, Leder, Hufen, Federn, Moder und Gewölle. Auch diesen Aaskäfer würde ich als „Gesundheitspolizei“ und Nützling bezeichnen. Fundort war ein Wirtschaftsweg zwischen Floßbach-Großgraben und Hornbach.

13 April 2018

Rothalsige Silphe

Rothalsige Silphe

Die Rothalsige Silphe ist ein Aaskäfer, der zwischen 11 bis 16 mm lang wird. Der Halsschild ist orangerot gefärbt, wodurch der Käfer unverwechselbar ist. Der fertige Käfer und dessen Larven ernähren sich vorwiegend von Kot, Aas, verfaulenden Pflanzen und Insektenlarven. Daher würde ich ihn, wie viele andere Aasfresser auch, als „Gesundheitspolizei“ und Nützling bezeichnen. Ich fand ihn am Wegesrand hinter der Hornbachvilla.

27 März 2018

Echtes Labkraut

Echtes Labkraut

Das Echte Labkraut wird auch als Gelbes Waldstroh, Liebfrauenbettstroh, Liebkraut, Gliedkraut oder Gelb-Labkraut bezeichnet. Die gelben Blütenstände riechen intensiv nach Honig und locken allerlei Insekten an. Es ist außerdem wertvolle Raupenfutterpflanze des Kleinen Weinschwärmers und des Taubenschwänzchens. Das Echte Labkraut enthält das Labferment, welches früher bei der Käseherstellung genutzt wurde. Außerdem ist es noch heute fester Bestandteil der Volksmedizin und wird beispielsweise bei schlecht heilende Wunden eingesetzt. Fundort ist die „Eh-Da-Fläche“ an der nördlichen Gemarkungsgrenze zwischen Dammheim und Bornheim.

27 März 2018

Sonnenröschen-Bläuling

Sonnenröschen-Bläuling

Der Kleine Sonnenröschen-Bläuling ist ein Tagfalter aus der Familie der Bläulinge. Dieser anmutige Schmetterling erreicht eine Flügelspannweite von nur 22 bis 27 Millimetern. Hat er seine Flügel ausgebreitet erscheint die dunkelbraune Flügeloberseite mit orangefarbenen Randflecken. Sie leben in warmen, sonnigen und trockenen Gebieten, wie z. B. auf Trockenrasen oder an sonnigen Waldrändern. Die Raupen ernähren sich hauptsächlich vom Gelbem Sonnenröschen, aber auch vom Kleinen Storchschnabel oder dem Reiherschnabel. Die Weibchen legen ihre Eier gezielt auf die Blüten oder Stängel der Futterpflanzen. Gefunden habe ich diesen hübschen Bläuling an der nördlichen Gemarkungsgrenze neben der B272.

27 März 2018

Fünffleck-Widderchen

Fünffleck-Widderchen

Das Kleine Fünffleck-Widderchen ist ein Nachtfalter aus der Familie der Rotwidderchen. Der Lebensraum dieser anmutigen Schmetterlinge ist der Trockenrasen und blütenreiche Wiesen. Die ab etwa August erscheinenden Raupen ernähren sich von den Blättern des Gewöhnlichen Hornklees, der Saat-Esparsette , Vogel-Wicke und Wiesen-Platterbse. Dieses Pärchen fand ich im Juni bei der „Eh-Da-Fläche“ an der Kirchstraße.

27 März 2018

Gemeiner Bocksdorn

Gemeiner Bocksdorn

Der gemeine Bocksdorn gehört zur Familie der Nachtschattengewächse und wird auch Chinesische Wolfsbeere bezeichnet. Besser bekannt ist der Bockdorn als das Superfood Goji-Beere, das in China in der Naturheilkunde Verwendung findet. Die glockenförmigen, violetten Blüten erscheinen von Juni bis August, die leuchtend roten Früchte reifen ab August bis Oktober. Der bis zu 4 m hoch werdende Strauch ist wehrhaft bestachelt und durch seine Rhizomausläufer ein „wilder Wucherer“. Der Bocksdorn ist außerdem Kinderstube von Schmetterlingsraupen, z. B. dem Tabak- und Totenkopfschwärmer. Die Blüten werden von allerlei Insekten besucht. Der Bocksdorn wächst am Hohlweg der nach Norden verlängerten Wiesenstraße.

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