Friedhof

Bürger wollen Fortentwicklung des Bornheimer Friedhofs

Beim Bürgergespräch am 22. November 2013 wurde deutlich: Die Bornheimerinnen und Bornheimer wollen eine Fortentwicklung des Bornheimer Friedhofs. Sie wünschen sich den Friedhof als einen würdevollen, naturnahen Ort. Es soll ein Ort sein, den man gerne aufsucht, wo man sich gerne aufhält. Und: Die Bornheimer wollen zusätzliche neue Bestattungsformen. Es sollen Bestattungsformen sein, die den heutigen Lebenssituationen Rechnung tragen, die Kindern und Angehörigen die Grabpflege ersparen, gleichzeitig aber der Würde des Toten gerecht werden. Bisher sind es herkömmliche Erd- und Urnengräber, die den Friedhof bestimmen. Bei Erdbestattung soll es künftig zusätzlich zum herkömmlichen Erdgrab die Möglichkeit eines Rasengrabes geben, wo ein Grabstein an den Toten erinnert, ein gepflegter Rasen die Grabpflege durch Angehörige jedoch erübrigt. Hierfür soll das Grabfeld auf der Ostseite des Friedhofs südlich des Ehrenmals genutzt werden.
Für Urnenbestattung wurde zusätzlich zum herkömmlichen Urnengrab ein Urnenfeld gewünscht, und zwar eines gärtnerisch anspruchsvoll gestaltet, ein weiteres als pflegeleichtes Rasenurnenfeld. Als geeigneter Ort wurde das freie Grabfeld auf der Westseite des Friedhofs oberhalb der Friedhofshalle angesehen. Urnenwände und Urnenstelen wurden für den Bornheimer Friedhof als weniger passend eingestuft.

Für anonyme Urnenbestattungen soll das bisherige Feld fortgeführt werden. Das Feld soll jedoch als solches kenntlich gemacht und würdevoller gestaltet werden.
Diese im Rahmen des Bürgergesprächs zum Ausdruck gebrachten Wünsche werden am 18. Dezember in der Gemeinderatsitzung erörtert. Mit der Konzepterarbeitung soll ein Fachplaner beauftragt werden. Das Konzept wird dann in einer Bürgerinformation vorgestellt und anschließend vom Gemeinderat entschieden. Die Umsetzung soll möglichst noch in 2014 erfolgen. Für zusätzliche Anregungen und Vorschläge zur Friedhofsgestaltung an die Gemeinde sind wir dankbar.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister                                      Otmar Dietz, 1. Beigeordneter

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Im Jahr 1830 pachtete die Gemeinde von der katholischen Pfarrei ein Drittel des nördlich vom damaligen Kirchhof gelegenen Grundstücks für 8 Gulden, um einen Friedhof anzulegen.
Im September 1842 erwarb die Gemeinde das gesamte Grundstück mit der Verpflichtung, dass der Friedhof konfessionell geteilt sein müsse und den Katholiken das Recht zugestanden werde, ein Kruzifix auf ihrem Begräbnisfeld aufzustellen. 20 Jahre später erfolgte die nächste Erweiterung. Im Jahre 1865 wurde der Friedhof durch Geländekauf ein weiteres Mal und zuletzt 1981 erweitert. Das Ehrenmal für die Opfer der beiden Weltkriege wurde 1965 errichtet und am Volkstrauertag des gleichen Jahres feierlich eingeweiht.
Die 1986/1987 neu erbaute Friedhofshalle konnte am 15. November 1987 (Volkstrauertag) in einer Feierstunde ihrer Bestimmung übergeben werden. Der Gesamteindruck der Friedhofshalle von der Hauptstraße und vom Dorfplatz her wird bestimmt durch die mächtigen, verglasten Giebelseiten. 15 Jahre später, am 18. August 2002, wurde eine umfangreiche über drei Jahre dauernde Umgestaltung mit der Segnung des von den Künstlern Helga Sauvageot und Wieslaw Pietron geschaffenen Kreuzes abgeschlossen.

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