18April

Der Einsatz von Pheromonen – eine Umweltleistung der Bornheimer Winzer

An Karsamstag war es wieder soweit – 25 Helfer bestückten die Bornheimer Weinberge zur Bekämpfung des einbindigen sowie des bekreuzten Traubenwicklers mit Pheromon-Verwirrungsdispensern. Der Traubenwickler ist in Form des Heu- und des Sauerwurms einer der gefährlichsten tierischen Schädlinge im Weinbau.
Pro 20 qm wird eine Ampulle aufgehängt, pro Hektar sind das 500. Bei ca. 65 Hektar Weinbaufläche waren somit über 30 Tausend Dispenser insgesamt auszubringen.

 

Beigeordneter Uwe Acuntius zusammen mit seiner Tochter Anna beim Aufhängen der Pheromon-Dispenser gegen den Traubenwickler

Die Dispenser sind mit chemisch hergestellten Sexuallockstoffen gefüllt, das sind Pheromone, wie sie die Weibchen zur Anlockung der Männchen abgeben. Dadurch, dass sich die Lockstoffe flächig in den Weinbergen ausbreiten, werden die Männchen „verwirrt“ – deshalb der Name „Verwirrtechnik“. D.h. sie finden die Weibchen nicht mehr. Damit kommt es nur noch ausnahmsweise zur Paarung, der Traubenwicklerbestand bleibt unter der Schadschwelle.
Unsere Winzer lassen sich die naturschonendere Nützlinge schonende, bienenunschädliche Traubenwicklerbekämpfung - das ist der Verzicht auf Insektizideinsatz - etwas kosten. Denn das Verfahren ist nicht billig. So liegen die Kosten bei ca. 200 € je Hektar. Bei 65 Hektar sind das über 16.000 €. Landesseitig wird diese Umweltleistung mit 50 € pro Hektar gefördert.
Seitens der Gemeinde ein Danke an die Bornheimer Pheromon-Anwendergemeinschaft, dass sie auf naturschonende Traubenwicklerbekämpfung setzen. Es ist ein Beitrag zum Schutz unserer Natur und Umwelt.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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