21Juli

Am Ziel ihrer Pilgerreise angekommen

Nach 2.500 km Fußmarsch sind Sarah Bentz und ihr Freund Tobias Kuhn am Sonntag, den 16. Juli, in Santiago de Compostela angekommen. Wie das Bild vor der Kathedrale zeigt, sind beide trotz der körperlichen Strapazen wohlauf und stolz auf ihre Leistung.

Sarah Bentz und Tobias Kuhn nach 2.500 km Fußmarsch vor der Kathedrale in Santiago de Compostela
Am 1. April sind sie in Speyer losgegangen. Nach dreieinhalb Monaten ist das Ziel, das Grab des Heiligen Apostels Jakobus, erreicht. Es ist ein Ziel, das seit mehr als 1.000 Jahren eine unendlich große Zahl von Fußpilgern aus ganz Europa aufsucht. Es ist eine Pilgerreise, die „ein Stück Suche nach dem Sinn des Lebens darstellt“, eine Pilgerreise „zu einem zwar fernen Ziel, aber doch zu sich selbst“ (Zitat aus dem Büchlein von Altbürgermeister Dieter Hörner „Mein Jakobsweg: Kulinarische Wanderung auf heiligen Pfaden“).
Die letzten 800 km durch Spanien auf dem Camino Francés, dem französischen Jakobsweg, waren nach dem Bericht von Sarah Bentz sehr eindrucksvoll. Die Pyrenäen konnten beide erfolgreich meistern, dann ging es durch die Wein- und Olivenfelder der Rioja, bis man in die spanische Hochebene Meseta kam. Widererwarten war es in der Meseta eisig kalt, sodass mitten in Spanien trotz Hochsommer die warmen Wintermützen ausgepackt werden mussten. Von der trockenen und braunen Meseta mit ihren scheinbar unendlichen Wegen ging es über einige Höhenmeter dann nach Galicien, wo alles wieder grün und hügelig war. Die Hälfte des Weges in Spanien sind sie mit einer Gruppe von 15 Australiern unterwegs gewesen. In Santiago angekommen wurde die Compostela geholt, eine Urkunde, die den Pilgerweg bestätigt. In der Kathedrale wurde am Grab des Apostels Jakobus innegehalten und gemäß der Tradition die Schultern der Jakobsstatue berührt.
Sarah Bentz: „Wir sind zum einen traurig, dass unsere Pilgerreise schon vorbei ist, gleichzeitig freuen wir uns, wieder nach Hause zu kommen und alle wieder zu sehen!“
Der Jakobsweg mit dem Ziel des Grabs des Heiligen Jakobus ist ein Sehnsuchtsziel unzähliger Menschen seit mehr als 1000 Jahren. Diesen Weg körperlich und mental zu bewältigen, ist eine Leistung. Aber der Weg lohnt die Anstrengung. Insoweit glaube ich, dass noch manch weitere Bornheimer sich auf diesen Weg machen werden.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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