18August

Die Bornheimer Devise: Machen statt reden

Das ist das Schöne an Bornheim: Es wird nicht so sehr geredet, sondern einfach gemacht! Optisch erkennbar wird die bürgerschaftliche Mitgestaltung unter anderem an den gemeindlichen Pflanzflächen innerorts. Durch die Vielzahl an Pflegepaten bekommen die Bornheimer Straßenrabatten zunehmend eine persönliche Note. Bienen und andere Insekten erfreuen sich an der dadurch größeren Arten- und Blütenvielfalt.
Ein Beispiel hierfür: Die Straßenrabatte gegenüber dem Rathaus haben Kerstin Kraft und Erika Bach jetzt passend zur Bushaltestelle zu einer „Naschecke“ entwickelt. Wer hier auf den Bus wartet, kann sich in der Reifezeit eine Cocktailtomate oder Erdbeeren greifen, um so künftig mit einem gesunden kleinen Snack die Wartezeit auf den Bus zu überbrücken.
Ein anderes Beispiel: Die Familie Dietz, Straße Am Steinsteg, dachte sich, die von der Gemeinde mit Lavendel bepflanzten Rabatten an ihrem Haus könnten noch vielseitiger sein. Mit kindlicher Begeisterung hat daher Sohn Leon mit seinem Opa Otmar zwei Rabatten mit zusätzlichen Blühpflanzen bestückt. Leon übernimmt mit Unterstützung von Eltern und Großeltern das Gießen und die Pflege. Auch das ist eine Möglichkeit, Kinder frühzeitig Verantwortung übernehmen zu lassen. Im Steinsteg gibt es viele Rosen- und Lavendelrabatten, die sich über eine gärtnerische Aufwertung mit dem Ziel eines ganzjährigen Blühens freuen würden. Ich bin überzeugt, dass dieses Beispiel Schule machen wird und viele weitere im Steinsteg „ihre Rabatte“ zu einem Schmuckstück entwickeln werden.
Ein weiteres Beispiel eines engagierten Mitmachers ist Rainer Schenck aus der Straße Am Hofgraben. Er sorgt nicht nur seit Jahren dafür, dass Igel in seinem Umfeld einen Lebensraum vorfinden, er pflegt auch die naturnahe Trockenmauer-Rabatte an der Dammgasse.
Damit die Trockenmauer-Rabatte noch schöner blüht, hat Martina Höffel aus der Hauptstraße dieses Jahr ihre abgeblühte Katzenminze gesammelt und durch Ausschütteln den Samen gewonnen. Diesen Samen bringt sie in Absprache in gemeindliche Grünflächen ein. Die Katzenminze blüht sehr schön blau, ist pflegeleicht, da trockenheitstolerant, und es ist eine regelrechte Bienenweide, wo es zur Zeit der Blüte nur so summt und brummt und insoweit eine ideale Ergänzung für viele Straßenrabatten.
All dies sind Beispiele, die zeigen: Jeder kann sich in Bornheim einbringen. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, auch mit wenig Aufwand etwas für die Dorfgemeinschaft zu tun. Seitens der Gemeinde herzlichen Dank an alle, die sich im Kleinen wie im Großen für unser Dorf engagieren. Individuell gestaltete, ganzjährig blühende Straßenrabatten können einen wichtigen Beitrag zu einem schönen Dorf leisten. Von daher ist jeder zusätzliche Pflegepate ein Gewinn für unser schönes Bornheim.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

 

Die „Naschecke“ an der Bushaltestelle gegenüber dem Storchenzentrum – angelegt von Kerstin Kraft und Erika Bach

Leon Dietz mit Opa Otmar bei der Ergänzung der Straßenrabatten mit Blühpflanzen

 

Rainer Schenck bei der Pflege des Trockenmauerbeetes an der Dammgasse

 

Martina Höffel aus der Hauptstraße beim Ausklopfen der Katzenminze zur Samengewinnung

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01August

Die Führungen zu Störche, Kunst & Wein – ein gelungener Einstieg

Die Menschen interessieren sich für Bornheimer „Störche, Kunst & Wein“. Das belegt das Interesse an den von der Gemeinde von Mai bis Juli in diesem Jahr erstmalig jeweils Mittwochs nachmittags angebotenen 11 Führungen.
Die Teilnehmer kamen aus Aurich, Bad Dürkheim, Bellheim, Dammheim, Dudenhofen, Edenkoben, Frankweiler, Großfischlingen, Hassloch, Heuchelheim, Hochstadt, Landau, Lingenfeld, Mannheim, Meckenheim, Minfeld, Mußbach, Mutterstadt, Neustadt, Schauernheim, Schifferstadt, Stuttgart und Bad Waldsee. Im Grundsatz sind es zwei Teilnehmer-Kategorien, die einen, die ihre Heimat näher kennenlernen wollen, und Urlaubsgäste, die die Führung als Teil ihrer Urlaubsgestaltung mitmachen. Im Durchschnitt waren es 7.4 Teilnehmer pro Führung, was eine persönliche Betreuung ermöglichte. Die Resonanz der Teilnehmer war ausgesprochen positiv. Beeindruckend war das hohe Interesse der Teilnehmer, auch am Detail, was das Leben der Störche, die Kunst und auch den Bornheimer Wein und Weinbau angeht. Nach jeder Führung gab es einen Abschluß im Wachthäusl, wo jeweils ein ausgesuchter Wein eines Bornheimer Winzers vorgestellt und verkostet wurde.

 

Abschluss der Führung im Wachthäusl bei einem Glas ausgesuchten Bornheimer Weins

Das Interesse an der Führung ist Anlass, die Führung „Störche, Kunst & Wein“ auch im nächsten Jahr wieder gemeindeseitig anzubieten. Danke an Karin Hechler, Ulla Kaub und Elke Mötje, die die Führungen übernommen und die Teilnehmer für Bornheim begeistert haben. Danke an Erika und Freddy Körner. Sie haben 11x den Getränkeausschank im Wachthäusl ehrenamtlich gemanagt. Und ein Dank an die Bornheimer Winzer Uwe Acuntius, Rudi Brauch, Lothar Cuntz und Christian Müller, dass sie für jede Führung einen ausgesuchten Bornheimer Wein zur Verfügung gestellt und damit für Bornheim als Weinort geworben haben.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister                                 
Uwe Acuntius, Beigeordneter

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01August

Gefährlich hohe Geschwindigkeiten am Ortseingang Dammgasse

Die von Montag, 10. Juli, bis Freitag, 14. Juli, durchgeführten diskreten Geschwindigkeitsmessungen auf Höhe der Bushaltestelle Steinsteg an der Ortseinfahrt Dammgasse bedeuten auf Basis der Geschwindigkeitsampel (Grundlage: V85(km/h): Hier besteht „Gefahr“!
Von 9.394 gemessenen Fahrzeugen war der schnellste PKW mit 110 km/Std. (Vmax), das schnellste Zweirad mit 104 km/Std. und der schnellste LKW mit 84 km/Std. unterwegs. Etwa 70% der gemessenen Fahrzeuge fuhren schneller als 50 km, und dies, obwohl die Geschwindigkeitsanzeige blinkend auf das zu schnelle Fahren hinweist.
Die V85(km/h)-Geschwindigkeit liegt bei 66 km/Std. Das heißt: 15% der Fahrer fahren schneller als 66 km/Std.
Die V85-Geschwindigkeit im Vergleich zur zulässigen Höchstgeschwindigkeit ist bei den Verkehrsingenieuren ein Maßstab für die Verkehrssicherheit. Ist V85 geringer als die zulässige Höchstgeschwindigkeit, dann gilt das Sicherheitsniveau der Straße als „verträglich“. Überschreitet die V85 die zulässige Höchstgeschwindigkeit um bis zu 5 km/Std., dann heißt das „Achtung“. Überschreitungen um mehr als 5 km/Std. bedeuten „Gefahr“. Hier am Ortseingang Dammgasse ist die V85 16 km schneller als die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Insoweit ist hier von einer erhöhten Gefahr auszugehen.
Gerast wird trotz Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h, Schildern mit dem Hinweis „Kinder“ (Bushaltestelle) und trotz der Geschwindigkeitsanzeige, die frühzeitig blinkend auf die Geschwindigkeitsüberschreitung hinweist.
Ob es zu den schon getroffenen, anscheinend nur begrenzt wirkenden Maßnahmen weitere Möglichkeiten der Geschwindigkeitsbegrenzung gibt, das wird ein Punkt der sogenannten Verkehrsschau (Landesbetrieb Mobilität, Polizei, Ordnungsamt) am 17. August sein.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

 

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01August

Brennholz zum Selbermachen kostenlos abzugeben

Östlich der Wiesenstraße sind nördlich des Wiesengrabens zwei größere Weiden auf einen Acker gefallen. Wer interessiert ist, die Weidenstämme als Brennholz zu nutzen, kann sich beim Beigeordneten Uwe Acuntius bzw. dem Unterzeichner Tel. 01716569850 melden.
Der Brennwert der Weiden ist mit ca. 1500 kWh pro Raummeter zwar ein Drittel geringer als der von Buchen- und Eichenholz (ca. 2.100 kWh/Rm). Auch lässt sich die Weide auf Grund ihrer Langfaserigkeit etwas schwerer spalten. Aber es ist ein kostenlos verfügbares traditionelles Brennholz, das sauber abbrennt. Insoweit ist auch die Weide beim Selbermachen ein gutes und vor allem günstiges Brennholz.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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25Juli

Der Grünschnittwagen macht Urlaub

Vom 28. Juli bis 14. August steht der Grünschnittwagen an der Dammgasse wegen der Urlaubszeit nicht zur Verfügung. Insoweit muss Grünschnitt über diesen Zeitraum an den regulären Grünschnittsammelstellen (Kläranlage Offenbach/Deponie Edesheim u.a.) abgegeben werden.
Beim Rasenschnitt empfiehlt im Übrigen „Mein schöner Garten“, diesen unter Bäumen, Sträuchern und Gemüsebeeten in dünnen Lagen als Mulchmaterial auszubringen. Der Boden trockne nicht so schnell aus, verschlämme bei Regen nicht und der stickstoffreiche und damit von den Nährstoffen her wertvolle Rasenmulch fördere das Bodenleben. Insoweit sei Rasenschnitt für den Abfall viel zu schade.
Mit Gehölzschnitt kann man bei entsprechendem Platz im Garten auch einen Reisighaufen unter Sträuchern und anderen geeigneten Plätzen so anlegen, dass er Igeln, dem Zaunkönig und anderen Arten einen Unterschlupf oder Nistplatz bietet. Auch hierdurch lässt sich die „grünschnittwagenfreie Zeit“ elegant überbrücken.

Abfälle zwischen dem Grünschnitt auf dem Grünschnittwagen

Noch eine Bitte seitens der Gemeinderatsmitglieder: In den Grünschnitt auf dem gemeindlichen Grünschnittwagen wird immer wieder regulärer Abfall untergemischt. Da am Grünschnittplatz nur sauberer Grünschnitt angenommen wird, muss im „stinkenden Rasenschnitt“ der dazwischen gemischte Abfall von Hand aussortiert werden. Ansonsten müssten die verschmutzten Grünschnittmengen zu hohen Kosten in die reguläre Abfallentsorgung gehen. Insoweit die dringende Bitte des Gemeinderates, dem Grünschnitt keinen entsorgungspflichtigen Abfall zuzumischen. Ansonsten sei das Angebot „Grünschnittwagen“ als freiwillige Leistung der Gemeinde nicht aufrecht zu erhalten.

Uwe Acuntius, Beigeordneter                            Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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21Juli

Am Ziel ihrer Pilgerreise angekommen

Nach 2.500 km Fußmarsch sind Sarah Bentz und ihr Freund Tobias Kuhn am Sonntag, den 16. Juli, in Santiago de Compostela angekommen. Wie das Bild vor der Kathedrale zeigt, sind beide trotz der körperlichen Strapazen wohlauf und stolz auf ihre Leistung.

Sarah Bentz und Tobias Kuhn nach 2.500 km Fußmarsch vor der Kathedrale in Santiago de Compostela
Am 1. April sind sie in Speyer losgegangen. Nach dreieinhalb Monaten ist das Ziel, das Grab des Heiligen Apostels Jakobus, erreicht. Es ist ein Ziel, das seit mehr als 1.000 Jahren eine unendlich große Zahl von Fußpilgern aus ganz Europa aufsucht. Es ist eine Pilgerreise, die „ein Stück Suche nach dem Sinn des Lebens darstellt“, eine Pilgerreise „zu einem zwar fernen Ziel, aber doch zu sich selbst“ (Zitat aus dem Büchlein von Altbürgermeister Dieter Hörner „Mein Jakobsweg: Kulinarische Wanderung auf heiligen Pfaden“).
Die letzten 800 km durch Spanien auf dem Camino Francés, dem französischen Jakobsweg, waren nach dem Bericht von Sarah Bentz sehr eindrucksvoll. Die Pyrenäen konnten beide erfolgreich meistern, dann ging es durch die Wein- und Olivenfelder der Rioja, bis man in die spanische Hochebene Meseta kam. Widererwarten war es in der Meseta eisig kalt, sodass mitten in Spanien trotz Hochsommer die warmen Wintermützen ausgepackt werden mussten. Von der trockenen und braunen Meseta mit ihren scheinbar unendlichen Wegen ging es über einige Höhenmeter dann nach Galicien, wo alles wieder grün und hügelig war. Die Hälfte des Weges in Spanien sind sie mit einer Gruppe von 15 Australiern unterwegs gewesen. In Santiago angekommen wurde die Compostela geholt, eine Urkunde, die den Pilgerweg bestätigt. In der Kathedrale wurde am Grab des Apostels Jakobus innegehalten und gemäß der Tradition die Schultern der Jakobsstatue berührt.
Sarah Bentz: „Wir sind zum einen traurig, dass unsere Pilgerreise schon vorbei ist, gleichzeitig freuen wir uns, wieder nach Hause zu kommen und alle wieder zu sehen!“
Der Jakobsweg mit dem Ziel des Grabs des Heiligen Jakobus ist ein Sehnsuchtsziel unzähliger Menschen seit mehr als 1000 Jahren. Diesen Weg körperlich und mental zu bewältigen, ist eine Leistung. Aber der Weg lohnt die Anstrengung. Insoweit glaube ich, dass noch manch weitere Bornheimer sich auf diesen Weg machen werden.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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21Juli

Die Krippenbauer

Die Krippenbauer mit ihren unter Anleitung von Ulla Kaub selbst gebauten Krippen

Ein großes Projekt wie die Krippensaison erfordert eine frühzeitige Vorbereitung. Einer der Bausteine ist das Angebot von Ulla und Günter Kaub an die Bornheimer Schüler, unter ihrer Anleitung in der ersten Woche der großen Ferien eine eigenhändig erstellte Krippe zu bauen.
Mitgemacht haben dieses Jahr die Schüler Johannes Cattor, Manuel Kalkowski, Hanna Kaub, Theresa Kirchmer, Meiko Mull, Nico Schmitt, Yvonne Schumacher und Samia Völcker. Es sind vorzeigbare Krippen geworden, die anlässlich der Eröffnung der Krippensaison am 1. Advent präsentiert werden sollen.
Ein Dankeschön an die Kinder, denen der Krippenbau Freude gemacht hat, ein besonderer Dank an Ulla und Günter Kaub, dass sie alles organisiert, Material, Werkzeug und ihre Gartenterrasse zur Verfügung gestellt haben und sich eine Woche lang intensiv unseren Kindern gewidmet haben. Das ist Ehrenamt, wie es Bornheim auszeichnet.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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18Juli

Auch die Brombeeren sind zum Ernten da

In und an den zahlreichen Gräben in der Gemarkung gibt es Wildbrombeeren, die derzeit ebenfalls reifen. Diese sind nicht nur gesund, sondern geschmacklich viel besser als die gezüchteten Kulturformen. Denn denen fehlt das typische Brombeeraroma. Yara, Larine und Svana aus dem Neubaugebiet Steinsteg haben, wie sie mir stolz erzählt haben, entlang des Hofgrabens schon mehrere Schüsseln Brombeeren geerntet.

Yara, Larine und Svana vom Trifelsblick beim Brombeeren-Pflücken am Hofgraben

Die Begeisterung von Yara, Larine und Svana erinnert an früher, als das Obst noch nicht aus dem Supermarkt kam, sondern die Kinder zum Sammeln von Brombeeren, Himbeeren und Heidelbeeren losgeschickt wurden und stolz nach Hause kamen, damit die Mutter daraus z.B. Marmelade für die Familie kochen konnte.

Vielleicht verstehen Eltern diesen Beitrag als Anregung, ihren Kindern dieses Erlebnis, für die Familie etwas leisten zu können, ebenfalls zu bieten und dabei im Rahmen des Wildfrüchtesammelns die Natur wertschätzen zu lernen.

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18Juli

Rapsernte am Mörlheimer Weg

Nach Einschätzung des Vorsitzenden der Bornheimer Bauern- und Winzerschaft Gerhard Bach kann man mit der Ernte 2017 zufrieden sein. Die Erträge lägen leicht über Durchschnitt. In der Gemarkung angebaut wurden neben Raps v.a. Roggen, (Brau)gerste, Weich- und Hartweizen (Durum). Hartweizen ist besonders proteinreich und wird vor allem zur Herstellung von Teigwaren (italienische Pasta) eingesetzt. Was in der Bornheimer Anbaufläche zunimmt ist der in Frankreich sehr verbreitete Grannenweizen. Er ist vor allem wegen seiner Trockenheitstoleranz für die Bornheimer Böden, die vielfach sandig und damit wenig wasserhaltend sind, sehr interessant. Eine Besonderheit ist das von Bernhard Bentz angebaute Einkorn. Dieses wurde seit dem präkeramischen Neolithikum A (8.000 bis 7.700 vor Christus) als Kulturpflanze domestiziert. Trotz sehr niedriger Hektarerträge von 12 bis 21 Dezitonnen (herkömmlicher Weizen ca. 60 Dezitonnen) wird es speziell angebaut, weil es mehr Mineralstoffe und Aminosäuren enthält. Auch der hohe Gelbpigmentgehalt (Beta-Carotin) macht Einkorn gesundheitlich attraktiv.
Weltweit wird seitens der EU-Kommission mit einer reichlichen Getreideversorgung gerechnet, sodaß die Getreidepreise unseren Landwirten keine großen Erwartungen nach oben bieten dürften.

Sehr gefragt ist dieses Jahr auch das Getreidestroh. Es geht vor allem als Einstreu in die Pferdehaltung in der Umgebung.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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18Juli

Hinweise zum Amtsblatt

Eine qualifizierte Information der Einwohner über wichtige Angelegenheiten aus dem Bereich der örtlichen Verwaltung gehört nach § 15 der Gemeindeordnung zu den Pflichten jeder Gemeinde. Ein wichtiges Informationsorgan ist das Amtsblatt, in dem die Ergebnisse der Gemeinderats- und Ausschusssitzungen, die gemeindlichen Termine u.a. dargestellt sind.
In der letzten Zeit gab es in Bornheim vermehrt Beschwerden, dass Haushalte kein Amtsblatt bekämen. Verantwortlich für das Amtsblatt ist die Verbandsgemeinde. Sie ist der Vertragspartner des Verlages, der das Amtsblatt druckt. Nach § 3 des Vertrages vom 25. März 1994 ist der Verlag für eine ordnungsgemäße und vollständige Verteilung des Amtsblattes an alle erreichbaren Haushalte verantwortlich. Die gemeindeseitig über die Verbandsgemeinde veranlasste Recherche des Verlages bei den Austrägern ergab, dass die seitens der Verbandsgemeinde georderte Anzahl der Amtsblätter vor dem Hintergrund, dass Bornheim stetig gewachsen ist, nicht ausgereicht hat. Insoweit wurde die georderte Anzahl an Amtsblättern für Bornheim zwischenzeitlich erhöht, sodass dieses Problem behoben sein dürfte.
Dennoch ist nicht auszuschließen, dass im Einzelfall einmal Haushalte beim Austragen übersehen werden. Bisher konnte man ein fehlendes Amtsblatt dienstags und freitags im Rathaus zu den Öffnungszeiten 15-18 Uhr holen. Um im Hinblick auf besseren Bürgerservice den Zugang zum Amtsblatt über die ganze Woche zu ermöglichen, kann man seit kurzem fehlende Amtsblätter im gemeindlichen Anwesen Hauptstraße 65 (Bäckerladen) werktäglich Montag bis Samstag von 6-12 Uhr holen.
Aus Sicht mancher Bürger ist das Austragen des wöchentlich erscheinenden Amtsblatts Donnerstags abends zu spät, da man so von manchen Wochenendterminen etc. zu spät erfahre. Vom Ablauf her ist es so, dass Beiträge für das Amtsblatt bei der Verbandsgemeinde spätestens Dienstags, 8.00 Uhr, vorliegen müssen. Die Verbandsgemeinde muss dann die Inhalte mittwochs bis 8.00 Uhr (Posteingang) dem Verlag vorlegen. Nach dem Druck werden die Amtsblätter dann donnerstags früh den Austrägern zugestellt. Wenn ein Austräger dann berufstätig ist, kann er erst nach Arbeitsende austragen. Daraus erklärt sich in Bornheim, dass die Amtsblätter in der Regel erst abends in die Haushalte kommen.
Wer das Amtsblatt schon donnerstags früh benötigt, der kann alle Inhalte des Amtsblatts über das Internet in Form eines e-Paper´s erfahren. Hierzu muss man nur „Amtsblatt Verbandsgemeinde Offenbach/Queich im Internet eingeben.
Gewerbebetriebe erhalten nach dem Vertrag zwischen Verbandsgemeinde und Verlag kein Amtsblatt. Betroffen hiervon ist vor allem unser Gewerbegebiet. Insoweit müssen sich die Gewerbebetriebe ebenfalls des Internets bedienen.
Zum Abschluss möchte ich mich noch bei den Austrägern herzlich für ihre Arbeit bedanken. Es ist eine Leistung, nach Feierabend noch Kilometer um Kilometer jeden Haushalt zuverlässig mit dem Amtsblatt zu versorgen.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

 

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18Juli

Rheinpfalz vom 6. Juli 2017, Dörrenbach: Spielplatz droht die Schließung Oder: Warum gibt es in Bornheim keine Mülleimer?

Derzeit gibt es von einzelnen Bürgern immer mal wieder die Frage, warum es in Bornheim keine gemeindlichen Mülleimer gibt.
Es gab in Bornheim Mülleimer, u.a. an den Spielplätzen, am Saubrunnen und an den Bushaltestellen. Abgebaut wurden sie vor längerer Zeit auf Forderung von Eltern. Diese hatten auf den Bornheimer Spielplätzen wie jetzt in Dörrenbach festgestellt, dass nachts Füchse, Ratten etc. zu nächtlichen Gästen auf den Spielplätzen geworden waren.
Der Grund ist einfach: In den Abfallkörben befanden sich immer wieder Essensreste. So wie in Kanada die Bären die Mülleimer nach Essbarem durchsuchen, hatten die Bornheimer Füchse, Ratten & Co. gelernt, dass es die Futtersuche immens erleichtert, wenn man zuerst auf einer nächtlichen Rundtour alle Abfalleimer abläuft und sich an den weggeworfenen Essensresten gütlich tut. Es war die nicht unbegründete Angst der Eltern, dass hierdurch für die Kinder eine Infektionsgefährdung entstehen kann, z.B. mit Fuchsbandwurm, Tollwut etc. So ist nach einer landesweiten Untersuchung von 2015 im Landkreis Südliche Weinstraße etwa jeder 5te Fuchs mit dem Fuchsbandwurm infiziert. Im EINWURF der Rheinpfalz unter der Überschrift „Tischlein deck dich“ heißt es treffend: „Nicht der Fuchs ist das Problem, sondern der Mensch, der das Tischlein für die Waldbewohner vor der eigenen Haustür deckt.“

 

„Tischlein deck dich“: Der einzige gemeindliche Abfalleimer am Vogelschutzweiher am 6. Juli 2017 mit Inhalt „Belegte Brötchen etc. – ein Einladung an Fuchs & Co.“

Im Übrigen hat sich der Abbau der Mülleimer bewährt. Das Problem „Essensreste in Abfalleimern“ gibt es in Bornheim nicht mehr. Öffentliche Plätze wie die Spielplätze, der Saubrunnen, die Bushaltestellen sind für Füchse & Co. nicht mehr attraktiv. Damit ist die Infektionsgefährdung im Grundsatz weg. Eine Spielplatzsperrung, wie sie nach dem Rheinpfalz-Bericht in Dörrenbach gefordert wird, ist keine Lösung.
Und, was noch interessant ist: Die Plätze sind aus meiner Erfahrung jetzt sauberer als früher, trotz der damaligen Abfalleimer mit zwei- bis dreimaliger Leerung pro Woche. Denn heute nimmt man seinen Abfall - von Ausnahmen abgesehen - mit nach Hause. Zudem säubern neben dem Bauhof Eltern und Anwohner das, was noch an Abfällen anfällt. Hierfür den Eltern und Anwohnern ein herzliches Dankeschön.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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04Juli

„Wo unser Essen herkommt“ praktisch erfahren – das lernen die Kinder in unserer Grundschule

Seit dem Schuljahr 2017/2018 hat unsere Grundschule in Dammheim eine Öko-Arbeitsgruppe, die von der Lehrerin Andrea Bruhn geleitet wird. Zwei Gruppen mit insgesamt 37 Schülern aus der ersten bis vierten Klasse treffen sich im Wechsel alle zwei Wochen jeweils dienstags für zwei Schulstunden am Nachmittag, um die Natur praktisch zu erfahren.
So haben die Kinder ein von Herrn Rupp gespendetes Hochbeet aufgebaut, mit einer Erdspende von Frau Danne befüllt und mit Salat, Kräutern und anderem Essbarem bepflanzt. Zudem versorgt jede Klasse zwei Kistengärten. Das sind herkömmliche Weinkisten, die die Kinder nach eigenen Vorstellungen bepflanzt haben. Wenn die Pflanzen reif sind, werden sie geerntet und in der Klasse hieraus ein gesundes Frühstück z.B. mit Salat und Kräuterquark zubereitet.

Kisten mit Pflanzen und Kräutern der Öko-AG

Ein Superprojekt für die Kinder ist das Anpflanzen von Kartoffeln in Kaffeesäcken. Dieses Projekt hat Frau Bruhn vor zwei Jahren das erste Mal ausprobiert. Es war toll, wie die Kartoffeln in den Säcken gewachsen sind. Die Kartoffelknollen hat die Schule gespendet bekommen und die Schüler konnten verfolgen, wie die Kartoffeln wachsen. Für manches Kind eine ganz neue Erfahrung. Wenn im Spätjahr die Kartoffeln ausgewachsen sind, werden sie geerntet und es gibt einen Kartoffeltag in der Schule. Im ersten Jahr wurde daraus Kartoffelsuppe gekocht, letztes Jahr gab es leckere Ofenkartoffeln mit Quark.
Aber es geht in der Öko-AG nicht nur um Essbares, sondern auch um einen „blühenden“, bienen- und insektenfreundlichen, schönen Schulhof. Dazu haben die Schüler Weinkisten bunt bemalt und zunächst mit Frühblühern bepflanzt. Das Thema Frühblüher ist ein fester Bestandteil des Sachunterrichts. Nachdem die Osterglocken, Hyazinthen und Tulpen verblüht waren, wurden neue Blumen in die Kästen gepflanzt, die den Sommer über den Schulhof in bunten Farben erstrahlen lassen. Ebenso wurden die Betonringe neben dem Schuleingang bunt bemalt und bepflanzt.

 

Grundschüler beim Bepflanzen der von ihnen angemalten Weinkisten mit Frühblühern

Natürlich müssen die Pflanzen in den Kisten regelmäßig gegossen werden. Das übernehmen immer wieder gerne Schüler, auch an den Wochenenden.

 

 Schulkinder beim Blumengießen in der Grundschule

Ein herzliches Dankeschön an unsere Grundschule und an Frau Bruhn dafür, dass über die Öko-AG unseren Kindern die Natur sowie der sorgsame Umgang damit näher gebracht werden. In unserer Grundschule wird vermittelt, wie wichtig eine artenreiche Natur ist, dass unser Essen angebaut werden muss und nicht aus dem Supermarkt stammt und vieles andere Wissen um Umwelt und Natur mehr. Auf dieses Engagement unserer Grundschule sind wir als Gemeinde stolz, können wir doch erwarten, dass so erzogene Kinder sich später auch in der Gemeinde mit einbringen und mit diesem Hintergrund mit dazu beitragen, Bornheim zu einem schönen, blühenden Bornheim zu entwickeln, das sensibel mit der uns geschenkten Natur umgeht. Was der Begriff „schönes, blühendes Bornheim“ bedeutet, das zeigt sich in der Mörlheimer Straße, wo die Anwohner die Verschönerung ihres Umfelds aktiv selbst gestalten.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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27Juni

Bauarbeiten in der Waldstraße

Die Bauarbeiten in der Waldstraße zur Verlegung der Abwasserleitung des Wasserwerks sowie der anschließenden grundhaften Erneuerung der Straße sollen voraussichtlich am 8. August beginnen. Begonnen wird mit der Sanierung der Rinnenplatten und dem Austausch der Bordsteine auf der Ostseite. Anschließend soll es mit der Herstellung des Wasserleitungsgrabens auf der Westseite weitergehen. Verkehrsmäßig ist eine Einbahnregelung vorgesehen. Für die damit verbundenen Unannehmlichkeiten bitte ich um Verständnis.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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27Juni

Amtsblatt

Es gibt immer wieder Probleme, dass Haushalte kein Amtsblatt bekommen. Auf meine Bitte wird die Verbandsgemeindeverwaltung jetzt die Zahl der für Bornheim georderten Amtsblätter an die gestiegene Zahl der Haushalte anpassen. Da jedoch auch in Zukunft nicht ausschließbar ist, dass seitens der Austräger einzelne Briefkästen übersehen werden, werden im gemeindlichen Anwesen Hauptstraße 65 (Bäckerladen) vorerst 30 Zusatzexemplare ausliegen. Wer kein Amtsblatt bekommen hat, kann sich dann vormittags werktäglich zwischen 6 bis 12 Uhr dort ein Amtsblatt abholen.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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27Juni

Die Pyrenäen in Sicht

Viele Grüße vom Jakobspilgerweg schicken Sarah Bentz und ihr Freund Tobias aus Saint Jean Pied de Port nach Bornheim. Bornheim grüßt mit „buen Camino“, dem dortigen Gruß, zurück und wünscht weiterhin eine erfahrungsreiche Pilgerreise.

Saint Jean Pied de Port mit Pyrenäen-Blick, Startpunkt des Camino Francés, des 800 km langen „französischen Wegs“, der aus dem Jahr 1047 stammende klassische Jakobsweg durch Nordspanien nach Santiago de Compostela
Gut 1.700 km haben die beiden wohlbehalten in einem Stück zu Fuß zurückgelegt. 800 weitere km – geschätzte 30 Tage Fußmarsch - sind es noch bis Santiago de Compostela, dem großen Ziel aller Jakobspilger.
Zuerst ging es von Speyer über Bornheim durch die Weinberge in den Pfälzerwald, von dort durch die großen Weidelandschaften Lothringens nach Burgund mit seinen „Mini-Rebstöcken“ und vielen Schlössern. Jetzt sind sie kurz vor dem Aufstieg in die Pyrenäen, die schon mit ihren schneebedeckten Berggipfeln in der Ferne grüßen. Beide haben bisher nur gute Erfahrungen gemacht: Man treffe Mitpilger, mit denen man weiter geht, als kenne man sich ewig und woanders werde man zu Kaffee und Kuchen ins Haus eingeladen.

Karl Keilen, Ortsbürgermeister

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